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Tagebuch Einträge 2012
[alle des Jahres 2012 auf einer Seite anzeigen]

2012-12-31
Peinlich? Nein. Peinlich ist dem Wolfgang Mader gar nichts.


2012-12-27
Alle Jahre wieder


2012-12-23
Christian Switak hat sich als ÖVP-Landesrat eine Beretta Silver Pigeon schenken lassen …


2012-12-19
Frank Stronachs Escort-Service


2012-12-14
Platter hatte nichts zu tun mit Eurofighter, EADS und Gegengeschäften


2012-12-10
Der Tiroler Gemeindeverband und Tirols dreckigster Journalist


2012-12-05
Vorher – nachher


2012-11-30
ÖVP-Plakate stark verbessert


2012-11-26
Ernst Strassers Tirol-Connection: Umweltpräsident und Antiumwelt-Lobbyist


2012-11-19
Ex-Zuhälter als Bezirksparteiobmann von „Team Stronach“


2012-11-16
Wahlkampf der ÖVP beginnt im Ötztal auf illegaler Werbetafel


2012-11-09
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ÖVP-Wahlhelfer


2012-11-07
Wieder einmal ein kleines TIWAG-Rätsel - genau das Richtige für lange Novemberabende


2012-11-03
Auf zum großen Lebenshilfe-Prozess!


2012-11-01
Allerscheinheiligen


2012-10-22
Wie die Amis die TIWAG tratzen


2012-10-18
Kleingeister im Großkonzern


2012-10-15
Ich wasch dir deinen Rücken, du wäschst mir meinen (engl. Sprichwort)


2012-10-10
Schwarzer Filz


2012-10-08
Herr Platter hat einen wichtigen Termin


2012-10-02
Günther Platter ehrt einen Schwindelprofessor, als ob da nie etwas gewesen wäre


2012-09-26
Da haben sich manche zu früh gefreut! Das Forum kommt wieder!


2012-09-17
Ausgerechnet van Staa!


2012-09-13
Ein Stück Tirol


2012-09-10
Lügengeschichten in einer Krawallzeitung


2012-07-06
Das erste Wahlkampfplakat der ÖVP Tirol ist da!


2012-07-04
Martha Schultz dementiert


2012-07-01
Platters Griff in unsre Taschen. Ist Kleptophilie heilbar?


2012-06-25
Die gesunden Geschäfte des neuen Ärztekammerpräsidenten


2012-06-19
Geht’s noch, Frau Palfrader?


2012-06-11
Nazi-Dreck


2012-05-30
Das Bild zum Tag


2012-05-29
Neues zur Connection Pröll - Schultz


2012-05-23
Fall Schultz: Warum entscheidet das Ministerium in Sachen Wasserdiebstahl seit vier Jahren nicht?


2012-05-22
Ermittlungen gegen ÖVP-Sponsor Schultz eingeleitet


2012-05-19
TT-Artikel kann man kaufen!


2012-05-17
Zur Erinnerung an Hans Jäger (1937 - 2012)


2012-05-16
Schultz‘ Kraftwerksschwarzbau: Verdunkelungsgefahr?


2012-05-14
Eine Wiederholung aus sehr aktuellem Anlass


2012-05-09
Der feigste Jungjäger Tirols


2012-05-07
Ein Witz. Ein schlechter Witz.


2012-04-30
Platter kann’s nicht lassen!


2012-04-24
Andreas Köll belügt den Landtag


2012-04-20
Zwei kleine Randbemerkungen zum Thema Jagdeinladungen


2012-04-17
Ein krasser Fall: ÖVP-Wirtschaftskammerpräsident Bodenseer wäre bei voller Zurechnungsfähigkeit für die Wiedereinführung der Todesstrafe


2012-04-16
Wie öd! Schon wieder eine Parteienfinanzierungsgeschichte!


2012-04-13
Auf seine letzten Tage wird Platter noch berühmt


2012-04-11
Ach ja, bevor ich’s vergess‘: Der „Krone“-Gassler hätte sich fast klagen trauen wollen


2012-04-06
Auch 2006 floss wohl bereits Telekom-Geld in den Nationalratswahlkampf der ÖVP


2012-04-02
Wieder angelaufen: Josef Geisler als Josef Geisler in „Josef Geisler“


2012-03-28
Best of: Wie Karikaturisten Günther Platter schon an die Wand nageln


2012-03-25
Nocheinmal: Die vom Steuerzahler bezahlten Anzeigen der Tiroler Volkspartei


2012-03-22
Schultz’s Sekretär sitzt direkt in der „Tiroler Volkspartei Redaktion“


2012-03-19
Der Ehrenschultz der ÖVP! Oder wie sie weiter schamlos aus der Hand frisst, die sie anfüttert.


2012-03-15
Warum antwortet Platter nicht?


2012-03-14
Strassers windige Leistungen für die TIWAG


2012-03-11
Land Tirol schaltet ÖVP-Werbung


2012-02-29
Die „Krone“ sprach exklusiv mit der verlesenen Rücktrittserklärung


2012-02-24
Der angefütterte Landeshauptmann


2012-02-18
Revolte in der ÖVP. Endlich.


2012-02-13
Der Abstauber Christian „Wulff“ Switak staubt auch in Serfaus ab


2012-02-06
An Heinz Schultz ist ein Naturschützer verloren gegangen


2012-02-04
Die „TIWAG-Netz AG“ fliegt aus Wikipedia


2012-02-01
Zwei juristische Hellseher und die Einstellung der Ermittlungen im Lebenshilfe-Skandal


2012-01-27
„Schnäppchen“- Wohnung Streitberger-Eberle: Mietkauf oder Schenkkauf?


2012-01-24
Auch Switaks Budgetchef hat sich eine „Schnäppchen“-Wohnung gekrallt


2012-01-20
ÖVP-Landesstudio Tirol


2012-01-17
ÖVP = Headquarter und Headquarter = ADpartners und ADpartners = ÖVP


2012-01-15
Schultz-Werbetafeln „Außer Betrieb“


2012-01-13
Wer die HYPO-Berichterstattung der Tiroler Tageszeitung steuert


2012-01-12
Die Post bringt allen was


2012-01-10
Das personifizierte Parteibüchl


2012-01-06
Sind 13.000 Euro monatlich für die Frau Landesrätin Zoller-Frischauf-Ebner wirklich zu wenig?


2012-01-03
Wie die TT die Sache mit dem Ex-ÖVP-Landtagsabgeordneten Krieghofer als ORF-Direktor sieht


2012-01-02
Eine durch und durch ranzige Partei


  Peinlich? Nein.
Peinlich ist dem Wolfgang Mader gar nichts.
   [31.12.2012]

Sie dachten, Wolfgang Mader sei Marketing-Leiter bei der TIWAG? Falsch! Er ist Marketing-Leiter von Wolfgang Mader.
Und in seiner Selbstbewunderung, nein, mehr, seiner Selbstverherrlichung, ja Selbstvergötzung so in sich verschossen, dass er sich einen ihm huldigenden und ihn lobpreisenden Wikipedia-Eintrag anschaffen musste, in den er jeden Morgen als erstes hineinschaut wie in einen schönmachenden Spiegel, der ihn überlebensgroß aufbläst und ihm sagt, was für ein toller, unvergleichlich toller, äh, Wolfgang Mader er doch ist.

Wolfgang Mader auf Wikipedia

Um es kurz zu machen: Wer hat die Wikipedia-Seite für Wolfgang Mader am 30. November 2011 angelegt? Wer hat die Lobhudelei verfasst und wer ergänzt sie laufend? Ein Benutzer mit dem Nick „Abikant“.



Wer ist „Abikant“? Abikant heißt im richtigen Leben Matthias Mader und ist der Sohn von Wolfgang Mader. Peinlich? Nein. Peinlich ist den Maders gar nichts.


* * *

Unsere Silvester-Beilage:
Wolfgang Mader sagt, er könne nicht klagen


Wenn es so etwas wie einen Übertreibungskünstler gibt (Thomas Bernhard), dann gibt es ja vielleicht auch so etwas wie einen Übertreibungsstümper. Und dann müsste das der Wolfgang Mader sein. Es folgt zum Beweis und quasi als Bonus-Track eine Tirade Wolfgang Maders über dietiwag.org, ein Sprechdurchfall ohnegleichen, bei dem ich nichts für den krausen Inhalt kann, aber für die korrekte Wiedergabe des Originalwortlauts bürge.

Mader erklärt uns seine Welt

„Das Problem von der Markus-Wilhelm-Homepage is ja gar nit so sehr die Homepage als solche, weil in der Bevölkerung ein verschwindender Anteil einischaut. Die, die was einischaun, können des zum Teil schon gar nimmer lesen, äh, äh, und die Forumssudler, alm die gleichen sein. Des Problem ist, dass die Top-, sag i amol, die Top-20-Journalisten des Landes, ob des Print- oder elektronische Medien sein, so wie ihren Kaffee in der Früah, gehört, bevor sie um neune vormittag in die Redaktionssitzung gehn, gheart ein Blick dazu in die Homepage. Sollte da drein ein vermeintlicher Skandal stehn über die TIWAG, übern Landeshauptmann, über Politiker, übern Wallnöfer, über a Person, über irgendeppes, dann war des ja fatal, wenn des sie nit segn tatn und am nächsten Tag steht's in der Konkurrenzzeitung. Also hat jeder Chefredakteur, weil i kenn die alle persönlich, jeder Chefredakteur und Journalist hat die Pflicht, da einizuschauen täglich, weil die TT sagt, ja, aber wenn da drein, des war schon, zwoa, drei Mal waren ja schon Gschichten, die wirklich nit ungfährlich warn, wie die Konrad-Streiter-Abfertigung, wie die Cross-Border-Leasing-Gschichten, wie die Zuhälter-Gschichtn, i moan des sein Storys, da haben die Zeitungen Wochen und Monate Storys ghabt über dia Gschichtn. Ob sie dann gstimmt haben oder nit, isch wurscht, aber es waren Schlagzeilen und die Zeitungsverkäufe sein aufigschnellt. Und woascht was der Hermann Petz mit seim Redakteur macht, wenn der in der Früah nit beim Wilhelm einischaut, a Story, die zumindest für vier Tag Schlagzeilen wieder sein, übersieht, und er liest sie am nächsten Tag in der Kronenzeitung - und der in der TT hat gschlaffn? Deswegen schauen die, des gheart zum täglichen Brot dazua. Des hat er gschafft, der Wilhelm."

„Es hat ja der Wallnöfer sich von drei unabhängigen Staranwälten, wirklichen Top-Rechtsanwälten, einem Wiener, einem Tiroler und einem Linzer, ein Gutachten schicken lassen, die haben das bei Juristen auch vor Gericht und mit Universitätsjuristen usw. das überprüfen lassen, wie weit der Schutz der Privatsphäre und der Persönlichkeit im Internet für bestimmte Personen geht. Was kannst du klagen und was kannst du nicht klagen? Und da gibt’s einen massiven Unterschied, ob du eine Person öffentlichen Interesses bist wie ein Landeshauptmann. Eine Person öffentlichen Interesses muss sich rein juristisch schon viel mehr gefallen lassen, dass über ihn geschrieben, geschumpfen und so weiter wird als wie eine private Person, der weder von seinem Beruf noch von seiner Herkunft, noch von seinem Namen, noch von irgendeppes in der Öffentlichkeit was am Huat hat. Der hat, der genießt einen ganz einen anderen Rechtsschutz als wie eine Person öffentlichen Interesses. Und des hat er in der TIWAG prüfen lassen: Da gibt’s genau vier Leit, die unter die Kategorie Person öffentlichen Interesses fallen und die - und da hat des Gericht gsagt: ‚tuat mir load’ - außer die Unterstellung von Rechtsbruch, von wirklichen Verbrechen, Kriminaldelikten, alles was gesetzeswidrige Sachen sind, und dann ist’s aber schon aus, und alles andere muascht du dir gfallen lassen. Alles! Der kann dir unterstellen, dass du ins Puff gehst, dass Freundinnen hast, dass er die bsoffen da und dort gsegn hat, ob’s stimmt oder nit, dass du ..., isch ganz wurscht was! Des isch der Wallnöfer, der Fraidl, i und der Pertl Toni, der isch Zentralbetriebsratsvorsitzender und Landtagsabgeordneter. Dia viere. Des hoaßt Fraidl, Wallnöfer, Mader und Pertl, mir viere. So lang der mir nit unterstellt, i hätt jemanden umbracht oder was klaut oder Drogen gnommen oder gedealt oder sonst irgendwas. Alles! Es gibt nix, was er mir nit vorwerfen kann. Der kann mir alles unterstellen. I kann ihn dann privat klagen, des kann i machn, aber der Staatsanwalt muaß nit eingreifn. I kann privat alles klagn, nur wear i halt jede Klage verliern. Du kannsch nit amol auf Rufschädigung klagen. Des isch eben dieser Privatschutz, den du als Person öffentlichen Interesses nit hascht. Des isch a Luadergschicht. Soviele Vorteile es hat, soviele Nachteile hat’s, ge!“

„Und iatz muascht dir vorstelln, des hat der Armin Wolf, ge, der hat da diese Homepage gelobt, wia die super recherchiert is und alles, was man über die TIWAG derfragt, hat man da außer. Soviel zum Thema ORF! Des is wild.“


   
  Alle Jahre wieder   [27.12.2012]

Wenn alle Jahre wieder um die schöne Weihnachtszeit das „Krone“-Schlagzeilenbuch erscheint, ist das jedes Mal ein echter Heuler, was sag ich, ein richtiger Prüller.


„Vielen Dank, darauf freue ich mich jedes Jahr“, sagte LH Günther Platter, als ihm „Tiroler Krone“-Chefredakteur Walther Prüller gestern das brandaktuelle „Krone-Schlagzeilen-Buch 2010“ überreichte. „Ich blättere immer sehr gerne darin, weil einem da bewusst wird, was in einem Jahr alles passiert ist und wie schnell die Zeit vergeht.“



Vielen Dank, freute sich LH Günther Platter, als er von „Tiroler Krone“-Chef Walther Prüller das brandneue Schlagzeilenbuch 2011 überreicht bekam. „Es ist ein gutes Nachschlagewerk, das die wichtigsten Ereignisse kurz gefasst und interessant aufbereitet enthält.“



„Das ist alle Jahre wieder ein tolles Nachschlagwerk“, freute sich LH Günther Platter, als ihm gestern „Tiroler Krone“-Chefredakteur Walther Prüller das brandaktuelle Schlagzeilen-Buch 2012 der „Kronenzeitung“ überreichte. „Ein wirklich tolles Jahreslexikon – und ich freue mich, wenn ich über die Feiertage in Ruhe darin blättern und schmökern kann!“


Als Günther Platter jetzt über die Feiertage endlich in Ruhe darin blättern konnte, ist seine Freude sogar noch größer geworden. Erstmals kommt er nämlich in diesem „guten Nachschlagewerk“ selber vor! Obwohl erst das fünfte Jahr Landeshauptmann! Einfach aufgrund seiner Leistungen.

Schade, dass es auch gleich das letzte Mal war, dass er als Landeshauptmann dieses „tolle Jahreslexikon“ überreicht bekommen hat.

   
  Christian Switak hat sich als ÖVP-Landesrat eine Beretta Silver Pigeon schenken lassen …   [23.12.2012]

... und hat auch noch die Dummheit, das kundzutun:
auf Facebook in der Geschlossenen Gruppe Jagd – Gruppe der waidgerechten Jäger am 20.12.2012:








Seinen 40er feierte Christian Switak am 31. Mai 2011, also in seiner Zeit als ÖVP-Landesrat für Finanzen.
Die Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien hat kürzlich ihren Vorhabensbericht in der Sache Switak dem Justizministerium übermittelt. Gut möglich, dass die geschenkte Beretta („super preis Leistung“) neue Ermittlungen auslöst.

Zur Erinnerung:
Liftkaiser kauft Landesrat
Der demolierte Landesrat

   
  Frank Stronachs Escort-Service   [19.12.2012]

Wie untenstehendes Foto zeigt, ist Peter Prantl, der vordem seine Escort-Ladys zu seinen Kunden escortierte, in die Eskorte Frank Stronachs aufgestiegen. Beide freuen sich offenbar sehr.



Früherer Artikel dazu:
Ex-Zuhälter als Bezirksparteiobmann von „Team Stronach“

   
  Platter hatte nichts zu tun mit Eurofighter, EADS und Gegengeschäften   [14.12.2012]

Da gab es kürzlich einen unsäglichen Auftritt Günther Platters in der ORF-Pressestunde, der nur vom noch unsäglicheren Auftritt des TT-Chefredakteurs Alois Vahrner übertroffen wurde, der ihm - wie vorher ausgemacht - die Hölzln zuwarf.

Es ging vor allem um das Thema Eurofighter. Mit der Entscheidung für diese Geräte hatte Platter natürlich nie etwas zu tun: „Damals war ich noch Landesrat in Tirol. Da war alles schon beschlossen.“ Auch über die Gegengeschäfte, die jetzt die Korruptionsstaatsanwaltschaft beschäftigen, weiß er nichts: „Zum Zweiten hat es auch immer wieder eine klare Trennung gegeben beim Eurofighter: einerseits die militärischen Angelegenheiten, die technische Ausrüstung und zum zweiten die Gegengeschäfte – zuständig das Wirtschaftsministerium.“ Ja, aber Platter war doch in der blau-schwarzen Bundesregierung, oder? „Ich war natürlich bei dieser Regierung anwesend und kann auch eines sagen: es ist sehr viel weitergegangen.“
Als hätte er all das erst vor kurzem in der Zeitung gelesen („ich bin ja ebenfalls Konsument der verschiedenen Medien“), kann er nur sagen: „Da hat’s diese Trennung gegeben: einerseits Verteidigungsministerium, andererseits Wirtschaftsministerium.“ Da stellt ihm der in seiner Rocktasche mitgereiste Vahrner die ultimative Nona-Frage zum Thema Eurofighter und Korruption: „Hatten Sie jemals Kontakt mit, sagen wir mal, dubiosen Geschäftsleuten, die rund um den Eurofighter Angebote gemacht haben, mitgeredet haben?“ Worauf Platter, wie im Flieger nach Wien bereits mehrfach durchgespielt, antworten kann: „Nein.“



Als dann die Sendungsleiterin, ORF-Moderatorin Susanne Schnabl, doch noch länger am Thema Eurofighter draufbleiben will, rettet der Luis seinen Günther ganz abrupt mit: „Kommen wir zum nächsten Thema. Es wurde bereits im Vorspann angekündigt, Sie sind ein Bildungsrebell innerhalb der ÖVP, machen sich relativ stark für die gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen …“ (Das Video dieser Glanz-Pressestunde wurde dankenswerter Weise von der Tiroler Volkspartei auf YouTube gehievt.)

Platter war ja nie irgendwo bei einer Entscheidung dabei, höchstens anwesend. Es heißt ja, er sei, wenn Wolfgang Schüssel aufs Klo gegangen sei, stets mit aufs Klo gegangen.
Aber komisch, dann taucht plötzlich sowas auf im Archiv.
Und wer berichtet uns darüber?
Und wer hat das Foto gemacht?



Es war ja auch beim Beschluss der hochriskanten Cross-Border-Deals so, dass Platter damit nichts zu tun hatte, siehe hier. Ja, mehr noch, es gibt sie offenbar nicht einmal: „In Tirol, da gibt es keine Spekulationsgeschäfte.“ (Platter im Ö 1 Frühjournal, 13.12.2012)

   
  Der Tiroler Gemeindeverband und Tirols dreckigster Journalist   [10.12.2012]

An sich bräuchte uns der Tiroler Gemeindeverband gar nicht zu interessieren. Ein rein privater Verein wie Tausende andere auch im Land, ohne irgendeine festgeschriebene Rolle in der Verfassung. Das einzige, warum er uns aber doch zu interessieren hat, ist, dass er mit unserem Steuergeld zwangssubventioniert wird, das vor allem in skandalösen Gehältern von Geschäftsführer Helmut Ludwig und Präsident Ernst Schöpf aufgeht.

Zeig mir deine Freunde und ich sag dir wer du bist!

Weil aber offenbar immer noch genug Geld da ist, hat sich Ernst Schöpf einen alten Freund aus der Hofberichterstattung (Blickpunkt, Rundschau) zum Pressereferenten des Gemeindeverbandes und das heißt, zu seinem persönlichen PR-Mann gemacht: den ekligsten Journalisten des Landes, den widerlichsten Zeitungsschmierer Tirols. Ja, genau, den Peter Leitner.




Was zu Schöpfs Mann zu sagen ist, ist hier gesagt: Peter Leitner

   
  Vorher – nachher   [05.12.2012]





Zweimal Umhausen im Ötztal - aber ein Unterschied wie zwischen Herbst und Winter, wie zwischen illegal und rechtsmäßig. Oben mit nicht genehmigter Werbetafel der Heimatwerbung im November 2012, unten nach Herstellung des gesetzlichen Zustandes heute.



   
  ÖVP-Plakate stark verbessert   [30.11.2012]

War vom politischen Gegner zuletzt noch kritisiert worden, dass die Tiroler Volkspartei es tunlichst vermeide, ihren Frontmann zu affichieren, sieht die Sache in der anrollenden dritten Plakatwelle der ÖVP ganz anders aus. Diese setzt voll auf das Zugpferd Platter, wie sich dietiwag.org vorab exklusiv überzeugen konnte:




Auch die bisher eher lahme „gelbe Serie“ mit Botschaften wie „Gesundheit“, „Schulden“, „Leberkäse“, „Donnerstag“ usw. soll in der nächsten Runde nachgebessert werden und die Kernbotschaften der Partei wesentlich pointierter zum Ausdruck bringen:




Es ist offensichtlich, dass sich das Wahlkampfteam der ÖVP, der War Room in der Fallmerayerstraße, von unserem kleinen Wettbewerb im Sommer anspornen hat lassen, bei dem die Leserinnen und Leser dieser Seite aufgerufen waren, das leicht missratene „Strick“-Sujet zu retten. Unten eine kleine (subjektive) Auswahl der bei uns eingelangten Verbesserungsvorschläge:

Slideshow starten

Dia-Show starten


Wem weiterhin daran gelegen ist, die Wahlwerbung der ÖVP zu optimieren, ist eingeladen, sich auch an der gelben Vorlage als quasi kleiner Malaun zu versuchen (hier).
Eure Entwürfe nehmen buero@tiroler-vp.at und info@dietiwag.org fast gleich gerne entgegen.


* * *

By the way: Die zwei Masterminds der ÖVP-Kampagne beim Tüfteln:



   
  Ernst Strassers Tirol-Connection: Umweltpräsident und Antiumwelt-Lobbyist   [26.11.2012]

Der Alpenverein ist Österreichs größte Umweltorganisation. In der Öffentlichkeit repräsentiert wurde er viele Jahre lang von Peter Haßlacher, dem Leiter der Abteilung Raumplanung. Dieser leidet nicht nur unter manischer Titelsucht (gegessen) sondern auch unter einem ebenso übersteigerten Drang, zwanghaft die Nähe der politischen Prominenz zu suchen, auf Du und Du mit den gerade aktuellen Akteuren zu gelangen („der Herwig“, „die Anna“ …). Diesem krankhaften Zug Haßlachers ist schon so mancher anfängliche Widerstand des ÖAV gegen naturzerstörerische Projekte dann zum Opfer gefallen.
Als Haßlacher über Gerhard Heilingbrunner und dessen tiefschwarzes niederösterreichisches Netzwerk Ernst Strasser kennenlernt, macht er diesen 2005 zum Präsidenten von Via Alpina, deren Motor er selbst ist. Damit hat Haßlacher einen ehemaligen Minister (2000 – 2004) zum Freund. Was er auch jeden ungefragt und mehrmals am Tag wissen lässt: „Mein Ministerfreund Ernst Strasser!“





Für einen Präsidenten-Titel macht Strasser auch einen auf „sanften Bergtourismus und nachhaltige Entwicklung“ (Newsletter Alpenkonvention 1/2005)

Ob Ernst Strasser mit der Umwelt irgend etwas am Hut hat, interessiert Haßlacher nicht. Hauptsache, er kann sich mit einem Minister als Freund schmücken. Genau zu der Zeit, als Strasser die Präsidentschaft der „Via Alpina“ annimmt, steigt er auch bei der Agentur Hofherr als Lobbyist für die TIWAG ein, das heißt für deren Kraftwerksoffensive, gegen die sich Peter Haßlacher und der Alpenverein ja damals irgendwie zur Wehr setzen. (Strassers TIWAG-Lobbying für 450 Euro Stundenhonorar ist hier ausführlich dokumentiert.)


„Blablablabla“

Was Ernst Strasser von Umweltschutz wirklich hält, das hat er die beiden Reporter der britischen Sunday Times wissen lassen, die ihm vor zwei Jahren jene verhängnisvolle Falle gestellt haben, die ihm den heute beginnenden Strafprozess am Wiener Landesgericht wegen des Verdachts der Bestechlichkeit eingebracht haben. In dem auf Video festgehaltenen Gespräch zieht Strasser ungeniert gegen die Umweltschützer, diese Gutmenschen, vom Leder:



O-Ton Ernst Strasser am 3. Dezember 2010 beim geheim aufgezeichneten Treffen mit den beiden Journalisten in London


Und Hofherr im Hintergrund

Etwa zur gleichen Zeit als dieses Video aufgenommen wird, lobbyiert Ernst Strasser gegen die Verschärfung eines EU-Umweltgesetzes, das die Sammlung von Elektroschrott zum Inhalt hat. Im Namen eines unbekannten Auftraggebers, „ein lieber freund von mir aus gb“ (Großbritannien), agitiert er den mit der Elektroschrott-Richtlinie befassten deutschen EU-Abgeordneten Karl-Heinz Florenz (CDU) an, um eine Abschwächung der geplanten Änderung zu erreichen, sodass künftig statt mehr Elektroschrott weniger gesammelt werden müsste.
Für uns höchst interessant ist, dass Strasser bei seiner Aktion dummer Weise die E-Mail-Adresse der berüchtigten Innsbrucker Lobbyingagentur Hofherr verwendet, mit der er doch schon seit seiner Wahl zum Mitglied des Europäischen Parlaments 2009 nichts mehr zu tun haben will.




Haßlachers Umwelt-Präsident Strasser setzt sich als Hofherr-Lobbyist gegen eine strengere Umweltrichtlinie der EU zur Wehr (ganzes Mail)


Hofherr Communikation hat also einen aktiven EU-Parlamentarier als Lobbyisten unter Vertrag! Nicht laut Homepage, nicht offiziell, aber in Wirklichkeit! Belegt wird dies durch einen weiteren bekannt gewordenen Fall, wo Ernst Strasser im Auftrag Hofherrs für Red Bull aktiv war (hier).

Diesen Anti-Umwelt-Lobbyisten hat ein nur nach Titeln schielender und nur nach prominenten Freunden gierender Peter Haßlacher eigenhändig zum „Via Alpina“-Präsidenten gemacht, einzig, um ihn sich zum „Ministerfreund Ernst Strasser“ zu machen.

* * *



   
  Ex-Zuhälter als Bezirksparteiobmann von „Team Stronach“    [19.11.2012]

Dass Frank Stronach ein politischer Zuhälter ist, trau ich mich nicht zu sagen. Aber dass Peter Prantl, der aktuelle Parteiobmann von „Team Stronach“ im Bezirk Imst (Tirol), ein Zuhälter war, das ist aktenkundig.



Die „Werte“ des Imster Bezirksobmanns von „Team Stronach für Tirol“ sind seinerzeit hier ausgiebig dokumentiert worden.

Strafrechtlich ist Peter Prantl 2009 vom Vorwurf der Zuhälterei in zweiter Instanz freigesprochen worden, weil er aus seiner Tätigkeit keine Gewinne erwirtschaften habe können.

   
  Wahlkampf der ÖVP beginnt im Ötztal auf illegaler Werbetafel   [16.11.2012]

Es ist besser, Günther Platter kein Wort zu glauben. In vielen Interviews hat er in letzter Zeit behauptet, die ÖVP würde erst sechs Wochen vor der Wahl mit dem Wahlkampf starten. Derweil hat sie als erste Partei bereits im Oktober – sieben Monate vor der Wahl – mit Zeitungsinseraten begonnen.
Seit gestern hängt das erste Großplakat im Ötztal. In Umhausen. Der Heimatgemeinde des ÖVP-Abgeordneten Jakob Wolf.
Im Freiland.
Auf einer illegal aufgestellten Werbetafel.
Die der Heimatwerbung gehört, einem Unternehmen der Tiroler Volkspartei.



Günther Man geht bei Rot einfach nicht über die Straße Platter, man lässt sich einfach keinen Gamsbock, Rehbock und Hirschen schenken und man stellt auch einfach keine illegale Werbetafel auf!

Auf meine Anfrage an die BH Imst teilt mir der Bezirkshauptmann heute mit, „dass die gegenständliche Werbeeinrichtung behördlich nicht genehmigt ist. Es wurde daher ein Verfahren zur Herstellung des gesetzlichen Zustandes eingeleitet.“

Zur Erinnerung:
Gilt für Switak-Freund Schultz auch das Gesetz?
Schultz-Werbetafeln „Außer Betrieb“

   
  Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ÖVP-Wahlhelfer   [09.11.2012]

Wegen des Verdachts, behördlich beschlagnahmte Waffen privat weiterverkauft zu haben, hat die Bezirkshauptmannschaft Innsbruck-Land kürzlich den Leiter des Referats Sicherheit vom Dienst suspendiert, aller seiner Funktionen enthoben und bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Das Landeskriminalamt ermittelt.

Der hohe Beamte, der auch Spitzenfunktionär der International Police Association in Tirol ist, ist in den vergangenen Monaten vor allem als Berater und Wahlhelfer der Tiroler Volkspartei in vielen Bezirken Tirols in Erscheinung getreten.



   
  Wieder einmal ein kleines TIWAG-Rätsel - genau das Richtige für lange Novemberabende   [07.11.2012]

Bernhard Platzer, Bruno Wallnöfers Ghostwriter, hat wieder einmal ein Interview mit dem TIWAG-Vorstand gebastelt, bei dem er, Platzer, sich – wie üblich – von der ersten Frage bis zur letzten Antwort alles aus dem eigenen Finger gesogen hat. Ergo ein von A – Z fingiertes Gespräch. Ergo nichts Neues. Platzer, der ehemalige Chefredakteur der Tiroler Tageszeitung ist ja seit bald zehn Jahren der Souffleur Wallnöfers, der mit der Verlängerung des eigenen Vertrages bis 2015 jüngst auch dem Berni sein üppiges TIWAG-Geschäft bis zur Pension gesichert hat.

Dass der TIWAG-Vorstand sich schon lange nicht mehr traut, sich einem richtigen Interview zu stellen, das ist ein alter, abgegriffener Hut. Darum geht es hier gar nicht. Das gegenständliche „Interview“, das Platzer da mit sich selber führt, d.h. völlig frei erfindet, ist von vornherein als PR-Geschichte geplant, einzurücken auf gekauften PR-Flächen in verschiedenen Medien.



„Promotion – entgeltliche Einschaltung“ auf derstandard.at, der Internetseite des Standard. Ein Interview im Standard muss Wallnöfer sich mit Kundengeldern teuer kaufen, freiwillig wird man dort nie eines mit ihm machen.




Abgedruckt wird das von Bernhard Platzer getextete Frage-Antwort-Spiel auch in der „Kundenzeitung der TIWAG“ (Impressum), in Wahrheit: Kundentäuschungszeitung, dem sog. „Energieforum“, wobei Forum wohl den Austausch verschiedener Meinungen bedeutete, was hier ganz krass nicht der Fall ist.


So weit und eh schon so mies. Aber nun zum Rätsel.
Das Interview by Platzer erschien identisch an den beiden obgenannten Orten.
Identisch? Ja. Komplett.
Nein. Irgendwas ist anders. Aber ich komm‘ nicht drauf, was.
Wer hilft mir?




Zum Nachprüfen:
Standard online, 19. Oktober 2012
Energieforum, 28. Oktober 2012

   
  Auf zum großen Lebenshilfe-Prozess!   [03.11.2012]

Nein, den echten Prozess über die Schweinereien in der Lebenshilfe Tirol hat die Tiroler Justiz nicht zugelassen. Aber der frühere Finanzvorstand und spätere Geschäftsführer Anton Laucher hat es mit seiner unglaublichen Gagennachforderung und beanspruchten Gehaltsfortzahlung bis 2016 von über 1,5 Millionen Euro geschafft, dass doch noch so etwas wie ein großer Lebenshilfe-Prozess stattfinden wird, bei dem die diversen Gangstereien der vormaligen Vereinsführung zur Sprache kommen können. Und bei dem Lauchers Komplizen Hanspeter Zobl (LH-Präsident) und Helmut Rochelt („Direktor“) unter Wahrheitspflicht aussagen werden müssen.

Das ganze findet sinniger Weise im Großen Schwurgerichtssaal des Landesgerichtes Innsbruck statt (Altbau – Erdgeschoss). Eintritt: frei.

Zeit: Dienstag, 6. November 2012 bis Freitag, 9. November 2012.
Beginn ist jeweils um 8 Uhr 45 und um 14 Uhr.
Die Herren Zobl und Rochelt sind für Mittwoch (7.11) nachmittag um 14 bzw. 16 Uhr geladen.



Die damalige Lebenshilfe-Führung noch ganz scheinheilig bei der Spendensammlung „Licht ins Dunkel“ im ORF Tirol (2009) - v.l.n.r.: Paul Barbist, Hanspeter Zobl, Helmut Rochelt


Zur Erinnerung:
Endlich! Die Geschäftsführer der Lebenshilfe sind gefeuert!

   
  Allerscheinheiligen   [01.11.2012]

Vielleicht stürzen die Leserreichweiten der hiesigen Blätter auch wegen ihrer totalen Vernuttung so ab. Vielleicht verkaufen sie sich Jahr für Jahr schlechter, weil sie sich Jahr für Jahr schamloser verkaufen?



Aber unterm Hurenmantel macht man dann einen auf heilig, wettstreitet im konkreten Fall heute sogar darum, wer sozusagen am allerheiligsten ist.

   
  Wie die Amis die TIWAG tratzen    [22.10.2012]

Was Bruno Wallnöfer der TT über die Cross-Border-Verbindlichkeiten erzählt, ist so weit von der Wahrheit entfernt, dass es schon gelogen ist. Auch wenn bereits die vom Vorstand selbst zugegebenen fünf Millionen Euro an jährlichen Bewirtschaftungskosten der CBL-Verträge ausreichen würden, den seinerzeitigen Scheingewinn der Deals sehr schnell aufzufressen, müssen seriöser Weise doch auch die von Wallnöfer vorsätzlich unter den absurdesten Bilanzposten versteckten und damit unterschlagenen Nebenkosten in die Rechnung mit einbezogen werden. Allein die Honorare für Anwälte und Finanzberater unter anderem in Wien, London, New York gehen in die Millionen. Jährlich. Dagegen sind die Kosten des eigens für das Handling der CBL-Verträge angestellten Controllers, des vormaligen Vorstandes Herman Meysel, die sich auf 400.000 Euro pro Jahr belaufen (mit Honoraren plus Spesen jenseits der 30.000 Euro monatlich), ja direkt noch ein Klacks.*

Aber erzählen wollte ich eigentlich, wie die US-Investoren, die sich zwischen 2001 und 2003 vierzehn Tiroler Kraftwerke gekrallt haben, die TIWAG bis aufs Blut sekkieren. Nicht genug damit, dass sie „den Amis“ zweimal jährlich minuziöse Berichte über den Zustand aller Anlagen zu liefern hat, auf Englisch versteht sich, muss sie ihren US-Partnern auch seit 2001 den Geschäftsbericht von A bis Z in Übersetzung vorlegen (hier). Bisher. Jetzt reicht das den Amerikanern nicht mehr. Sie verlangen, rein für sich, einen Jahres- und Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Das heißt, die TIWAG muss plötzlich auf Geheiß ihrer Freunde in Delaware (Sitz der CBL-Briefkastenfirmen) Bilanzen erstellen, wie sie sonst nur börsennotierten Unternehmen abverlangt werden. Und das schon für 2011, nein, sogar rückwirkend für 2010, damit sie einen Referenzwert haben. Und sich zerkugeln können über die Schikanen, die sie der TIWAG bereiten.



Optisch aufgemotzte, aber inhaltlich nichtssagende Geschäftsberichte genügen den Amis künftig nicht mehr. Auch wenn sie nach den CBL-Verträgen keinen Anspruch darauf haben, bestehen sie künftig auf Jahres- und Bilanzabschlüssen nach den wesentlich aufwendigeren und teureren IFRS-Richtlinien. Künftig, heißt auf Dauer der Laufzeiten der Verträge (2099).

Es könnte sein, dass die IFRS-Bilanzen deutlich anders ausschauen werden als jene, mit denen wir bisher abgespeist worden sind (hier). Das Finanzanlagevermögen muss nach den neuen Standards ein bisschen realistischer bewertet werden und stille Reserven müssen endlich zumindest teilweise offengelegt werden.

In der Steuerberatungsbranche gibt es berechtigten Ärger darüber, dass mit dem IFRS-Auftrag ausgerechnet wieder die famose KPMG Innsbruck versorgt worden sein soll, bei einem Vertragsvolumen von 500.000 Euro. Die Anfrage von mir dazu ...



... wurde von Vorstandsdirektor Bruno Wallnöfer (Monatsgehalt 25.000 monatlich, vierzehnmal jährlich) nicht einmal zugelassen, siehe Tagebuch vom 18.10.2012.

*) Vor Wallnöfer fand die TIWAG inklusive des Netzbereiches mit zwei Vorständen das Auslangen. Demnächst wird sie - dank einer Aufstockung in der Zentrale und den Quasi-Vorstand Meysel eingerechnet - in der TIWAG-Zentrale deren vier haben plus zwei weitere im Netz-Bereich. Also sechs.

   
  Kleingeister im Großkonzern   [18.10.2012]

Gestern habe ich nach Jahr und Tag wieder einmal versucht, in einer konkreten Sachfrage höflichst eine Stellungnahme der TIWAG-Spitze einzuholen. Es blieb beim Versuch. Besser gesagt: es kam nicht einmal dazu. In der TIWAG ist nämlich mittlerweile das Mail-System so eingestellt, dass jede Anfrage von mir an den Absender returned wird: „Adresse abgelehnt“ – „Zugang untersagt“ (Address rejected - Access denied)
Damit hat sich der TIWAG-Vorstand selbst in einer Weise der Lächerlichkeit preis gegeben, wie es selbst dieser Homepage in den letzten acht Jahren nicht oft gelungen ist. Als ob es nicht schon reichte, dass den TIWAG-Mitarbeitern TIWAG-intern seit bald acht Jahren der Zugriff auf dietiwag.org versperrt ist!



Ich habe auch auf frühere gelegentliche Anfragen an die selbstgefälligen hohen Herren kaum je eine Antwort erhalten, immerhin waren aber bisher nicht schon meine Versuche geblockt worden.
Was für ein jämmerlicher Vorstand! Wie erbärmlich! Wie klein!

Wallnöfer hat sich noch nie auf Kritik eingelassen, noch nie auf eine Diskussion. Nun also nicht einmal mehr auf Fragen. Wie schlimm muss es um ihn und sein Haus bestellt sein, dass er sich so einbunkert. Sein einziges „Argument“ in der ganzen Kraftwerksgeschichte ist offenbar das Geld, über das er verschwenderisch verfügt. Und die Käuflichkeit der Medien und der Politik.

   
  Ich wasch dir deinen Rücken, du wäschst mir meinen
(engl. Sprichwort)
   [15.10.2012]

Im Juli 2012 verleiht Günther Platter als Landeshauptmann dem Wörgler Bauwarenunternehmen Alois Mayr das Tiroler Landeswappen:




Im September 2012 bedankt sich das Bauwarenunternehmen Alois Mayr bei Günther Platter als ÖVP-Parteiobmann mit einer bezahlten Anzeige in der ÖVP-Parteizeitung „Das Tirol Blatt“:





   
  Schwarzer Filz   [10.10.2012]

Was zeichnet Spitzenwerber aus? Dass sie nicht versuchen, dem Auftraggeber irgendein konstruiertes Erscheinungsbild aufzupfropfen, sondern seinen Marktauftritt direkt aus dem Markenkern heraus entwickeln.

Bei der neuen Werbelinie Tiroler Volkspartei lacht jedem Werbefachmann das Herz!
Nichts verbindet man heute mehr mit der ÖVP als Filz. Robusten, zähen schwarzen Filz. Das ist die wirkliche Kernkompetenz der Partei in Tirol, die Unique Selling Proposition quasi, die Corporate Identity, wie wir in der Branche sagen, der folglich auch das Corporate Design zu entsprechen hat. Red Bull = Abenteuer, Louis Vuitton = Luxus,
ÖVP = Filz: Platter-Switak, Platter-Petz, Platter-Bouvier, Platter-Schultz, Platter-Wallnöfer, Platter-Krieghofer usw.



Aus edlem ÖVP-Filz gefertigt: Da stimmen Unternehmen und Botschaft kongenial überein. Besser hätt‘ ich es nicht erfinden können. (Allerdings ist es nicht auszuschließen, dass die Idee der ÖVP-Werbefüchse auf diesen Beitrag im
Tagebuch zurückgeht.)


Markenarchitektur muss auf Beständigem aufbauen, auf Markenidentität, auf Wiedererkennbarkeit. All das haben die Profis von der ÖVP-Wahlkampfagentur ADpartners (vormals Headquarter) traumhaft gelöst. Auch Handytaschln und Schlüsselanhänger aus hartnäckigem ÖVP-Filz wird es demnächst im ÖVP-Shop Tirolwerk geben.

   
  Herr Platter hat einen wichtigen Termin   [08.10.2012]

Dienstag früh sollte er als Beklagter nun aber wirklich vor Gericht erscheinen, nachdem er die erste Verhandlung hatte sausen lassen.

Datum: 9. Oktober 2012
Beginn: 8:30 Uhr
Ort: Landesgericht Innsbruck VS 204 - 2. Stock


Es geht um diese Geschichte.

   
  Günther Platter ehrt einen Schwindelprofessor, als ob da nie etwas gewesen wäre   [02.10.2012]

Vor zwei Wochen haben die Landeshauptleute Platter und Durnwalder auf Schloss Tirol wieder einmal (größtenteils) ihnen genehme und mit dem kranken politischen System konforme Personen mit dem Verdienstkreuz des Landes Tirol ausgezeichnet. Darunter auch einen 2010 mit Schimpf und Schande vom Institut für Geologie davongejagten Abschreiber, Gefälligkeitsgutachter und Titelschwindler, der für hanebüchene Privat-Expertisen auch noch serienweise frech Briefpapier und Institutssiegel der Universität Innsbruck missbraucht hat.

Günther Platter nach der Verleihung der Verdienstkreuze am 16.9.2012:

„Deshalb ist das heute der Tag gewesen, um Vergeltsgott zu sagen an all diese Persönlichkeiten und aber auch mit der Bitte, Vorbildwirkung zu sein, damit auch die Jungen nachstreben, damit also diese Lebensqualität im Land Tirol erhalten bleibt. Und so war das heute ein großer Festtag und ich möchte mich verneigen vor diesen Leistungen, die diese Leute, diese Persönlichkeiten erbracht haben.“


Platter und Durnwalder ehren den berüchtigten Fließbandgutachter Helfried Mostler „mit der Bitte, Vorbildwirkung zu sein, damit auch die Jungen nachstreben, damit also diese Lebensqualität im Land Tirol erhalten bleibt“

Bleibt nur noch die Frage, wer diesen Herrn für die Auszeichnung eingereicht hat. Herwig van Staa oder Jakob Wolf? Ich tippe auf Letzteren, weil dieser von den Gefälligkeitsgutachten Mostlers für das Kraftwerksprojekt Tumpen zu profitieren hofft.


Die Geschichte hinter der Geschichte:
Schon wieder ein TIWAG-Gutachter beim Abschreiben ertappt
Mostler, der Fließbandgutachter der TIWAG, bekommt Probleme

   
  Da haben sich manche zu früh gefreut! Das Forum kommt wieder!   [26.09.2012]

Es ist eine gute und eine schlechte Nachricht in einem, je nachdem, auf welcher Seite man steht:
Die Diskussionsplattform Tirols (mit über 125.000 Postings bisher) sperrt wieder auf. Ja, echt!

Es ist gelungen, einen eigenen (auswärtigen) Moderator zu finden, der die Seite betreuen wird - gegen ein geringes Entgelt, versteht sich, für das die Besucher des Forums aufkommen sollen.

Ich folge damit einem Vorschlag der User, der in den letzten Wochen sehr oft gemacht worden ist.

Schauen wir einmal, ob das funktioniert und was eine hochpolitische Meinungsseite wie dietiwag.org den Lesern und Schreibern dann in der Tat wert ist. Insbesondere angesichts der mehr als erbärmlichen medialen Situation in Tirol.

Wir haben jedenfalls bereits ein Konto eingerichtet für die, wie gesagt, bescheidene Entschädigung des Moderators, der sich künftig um ein bisschen Ordnung in unserem Forum kümmern wird.

dietiwag.org – Forum
Kontonummer: 200.790
Bankleitzahl: 36324

IBAN: AT16 3632 4000 0020 0790
BIC: RZTIAT22324


Das Forum öffnet wieder am 1. Oktober 2012.

   
  Ausgerechnet van Staa!   [17.09.2012]

Wenn uns die Krone heute zum Frühstück den Korruptionsspezialisten Herwig van Staa als Anti-Korruptionsspezialisten andienert …



… dann haut’s uns, wenn schon nicht das Beuschl, so doch im hohen Bogen das Butterkipferl außer.
Jaja, tief ist hoch, schwarz ist weiß, und Gassler ist so etwas wie ein Journalist!

Weil Staa keine einzige weitere Zeile wert ist, sei hier nur auf ein paar einschlägige Geschichten verlinkt:

Tango Korrupti: So fließen TIWAG-Gelder in ÖVP-Kanäle

Wie die Familie van Staa zu 10.000 m2 TIWAG-Grund gekommen ist

LH van Staa schädigt TIWAG um weitere 200.000 Euro

An den Kärntner Noch-Landeshauptmann Dörfler, der laut Ermittlungen der Korruptionsstaatsanwaltschaft bei öffentlichen Aufträgen eine Provision für seine Partei verlangt haben soll, erinnert diese van Staa-Geschichte*.

* aus den Briefen an den Landeshauptmann

   
  Ein Stück Tirol   [13.09.2012]

Ja, was haben wir denn da, eingeschmuggelt ausgerechnet ins „Echo“, in dessen September-Beilage „Jahrbuch der Tiroler Werbeszene 2012“, mit Punktlandung akurat zwischen Anzeigen der berüchtigten TIWAG-Hausundhof-Agenturen Hofherr und Platzer? Einen codierten Beitrag des Kreativteams von Stadthaus 38 zum Thema „Ein Stück Tirol“:



Ein Stück Tirol? So eckig? So kantig? So sperrig? Eine tolle Seite, keine Frage. Aber ein Stück Tirol? Ich sehe einen schwarzen Block in Auflösung. Sehr treffend. Aber wer steckt dahinter?
Man müsste das mit dem Handy aufnehmen und den QR-Code knacken. Wer schafft das?


Danke ür die rege Beteiligung. Die Auflösung des ist: das

   
  Lügengeschichten in einer Krawallzeitung   [10.09.2012]

Vor wenigen Tagen erschien - ohne jeden auch nur Versuch einer Kontaktaufnahme mit mir - nachstehender Artikel in der „Tiroler Krone“:



Wahr ist, dass Thaddäus Schäfer auf Honorare klagt. Zu Unrecht, wie ich meine. Aber natürlich nicht strafrechtlich, sondern, wenn schon, zivilrechtlich. Auch der angegebene Gerichtstermin dürfte nicht stattfinden. Der Rest ist überhaupt erstunken und erlogen. Eine politisch gesteuerte Diffamierung. Die Sommerpause der dietiwag.org hat damit nicht das Geringste zu tun. Da haben sich die Ezzesgeber der „Krone“ zu früh gefreut. Und Niko Hofinger hat keine Honorarforderungen gegen mich, schon gar keine offenen, und erst recht keine, die er einklagen möchte. Alles „so frei erfunden, wie es nur sein kann“ (Hofinger).

Fazit: Das Imperium schlägt zurück. Überrascht? Nein.

©Hans Rauscher (Standard)
   
  Das erste Wahlkampfplakat der ÖVP Tirol ist da!   [06.07.2012]

Hier in leicht verbesserter Version.



Die Originalvorlage für weitere Adaptierungen gibt es hier. Kreative Verbesserungsvorschläge bitte an info@dietiwag.org.

Das 08/15-Agenturfoto haben vor der ÖVP Tirol andere auch schon verwendet (hier).


Aber das wahre Vorbild für das Plakat der Platter-Partei dürfte dieses Sujet des Kärntner BZÖ gewesen sein:



   
  Martha Schultz dementiert   [04.07.2012]

Heute im Landtag gibt es, basierend auf einem Artikel hier im Tagebuch, nachstehende mündliche Anfrage von Bernhard Ernst, Klubobmann des Bürgerforums, an Landeshauptmann Günther Platter:



* * *

Martha Schultz weist unterdessen in einer Stellungnahme an mich Gerüchte, sie habe sich (O-Ton Martha Schultz:) „geschäftliche Vorteile durch sexuelle Gefälligkeiten verschafft, … klar zurück“. Zudem, legt sie Wert darauf, ist dieses Thema „meinem durch das Medienrecht besonders geschützten höchst persönlichen Lebensbereich zuzurechnen“.




Hintergrund:
Der Unternehmer, der sich in Tirol alles leisten kann
Schultz‘ Kraftwerksschwarzbau: Verdunkelungsgefahr?
Ermittlungen gegen ÖVP-Sponsor Schultz eingeleitet
Fall Schultz: Warum entscheidet das Ministerium in Sachen Wasserdiebstahl seit vier Jahren nicht?
Neues zur Connection Pröll – Schultz

Übrigens gibt es in der Causa Schultz auch eine parlamentarische Anfrage an Minister N. Berlakovich.

   
  Platters Griff in unsre Taschen. Ist Kleptophilie heilbar?    [01.07.2012]

Ab sofort soll ja Schluss sein mit der Eigenwerbung von Regierungsmitgliedern in Inseraten der öffentlichen Hand. Das mit heutigem Tage in Kraft getretene Medientransparenzgesetz verbietet „entgeltliche Veröffentlichungen, die keinen konkreten Bezug zur Deckung eines Informationsbedürfnisses aufweisen und ausschließlich oder teilweise lediglich der Vermarktung der Tätigkeit des Rechtsträgers dienen“. Das heißt, Imagepflege für Kanzler, Minister, Landeshauptleute und Landesräte mit PR-Fotos und PR-Sagern in Regierungsanzeigen oder Anzeigen staats- oder landesnaher Einrichtungen ist untersagt.

Eigentlich ist diese Art von Politikerschleichwerbung zumindest seit dem Beschluss des Gesetzes im Dezember 2011 verpönt und illegitim. Mehrere Ministerien sowie das Bundeskanzleramt haben dem im letzten Halbjahr bereits Rechnung getragen.

Nicht so der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter. Im Gegenteil. Er hat sich in den letzten Monaten, Wochen und erst recht Tagen hemmungsloser denn je aus den öffentlichen Kassen bedient, um sich selbst zu vermarkten. Allein in der Tiroler Tageszeitung sind allein seit 31. Mai 2012 vier ganz- und eine halbseitige Werbeanzeige mit Bild und einer Plattitüde Platters erschienen – unter Aufmachern wie: „Sommersportwochen: Immer mehr Schülergruppen kommen nach Tirol“, „Tolles Wissens-Angebot für Tirols touristische Kleinbetriebe“ oder „Tirol führt einzigartiges Notfall-App mit automatischer Ortung ein“.




Die Inserate wurden in Auftrag gegeben von verschiedenen Abteilungen des Amtes der Tiroler Landesregierung (Chef: Platter), von der landeseigenen Tourismuswerbung (Obmann: Platter) und von der landeseigenen TIWAG (Eigentümervertreter: Platter). Der im Imagedesaster befindliche Noch-Landeshauptmann darf dabei grafisch besonders hervorgehobenen O-Ton absondern wie „Es gilt den Jugendlichen zu vermitteln, dass Sport nicht nur eine sinnvolle Freizeitgestaltung darstellt.“, „Die Stärkung Tirols als Wissenschaftsstandort ist essenziell für die Entwicklung unseres Landes“ und „Mit dem Notfall-App nimmt Tirol österreichweit eine Vorreiterrolle ein.“

Nach dem Medientransparenzgesetz muss es sich bei Inseraten aus dem Einflussbereich von Regierungsmitgliedern um einen „Beitrag zur Deckung des Informationsbedürfnisses handeln, indem Sachinformationen bereitgestellt werden, aus denen die Allgemeinheit oder auch nur eine anhand genereller Kriterien bestimmbare Personengruppe einen gewissen Vorteil ziehen kann“.
Platter und Sachinformation, das wird schwierig, das sehe ich ein, aber was hier abläuft, ist fortgesetzter gewohnheitsmäßiger Diebstahl von Steuergeld, nichts anderes.


Frühere dietiwag.org-Artikel in dieser Sache:

Inseratenaffäre? Aber nur in Wien! Nicht bei uns in Tirol.
Die ÖBB-Inserate Faymanns und die TIWAG-Inserate Platters: Wo ist der Unterschied?
Platter kann’s nicht lassen!

   
  Die gesunden Geschäfte des neuen Ärztekammerpräsidenten   [25.06.2012]

Artur Wechselberger, seit Freitag Präsident der österreichischen Ärztekammer, verdient sein Geld nicht nur in der bescheidenen Hausarztpraxis in der Innsbrucker Speckbacherstraße, sondern auch mit einer „Unternehmensberatungsfirma“ namens CW-Consult, wobei das W für Wechselberger steht und das C für Czermin, seinen stellvertretenden Kammeramtsdirektor. Auf der Webseite der Firma werden die Namen der beiden verräterischer Weise schamhaft verschwiegen.

Über dieses private Unternehmen, so klagen Ärzte, machten die beiden hochrangigen Kammerfunktionäre gesunde Geschäfte just mit den von ihnen zu vertretenden Ärzten. Czermin und Wechselberger würden in ihrer offiziellen Amtsstellung eine Reihe von Kursen und Fortbildungen anbieten, welche dann über ihre CW-Consult gewinnbringend abgewickelt würden. Offizieller Partner der Firma Wechselbergers ist die Ärztekammer Wechselbergers (hier).


Goldnes Haar, goldne Nase? Profitiert Artur Wechselberger als privater Unternehmer von seiner Funktion als Ärztepräsident? Die beiden Co-Gesellschafter Czermin und der Sölder Sprengelarzt Wutscher sind als Vizedirektor bzw. Fortbildungsreferent ebenfalls Funktionäre der Tiroler Ärztekammer.

Jahr für Jahr schreibt die Tiroler Ärztekammer Kurse aus, die offenbar allein von CW-Consult angeboten werden. Damit schaffen sich, so die Kritik aus Ärztekreisen, die Funktionäre Czermin und Wechselberger hier einen Markt, den nur sie bedienen. Bei weit über 1000 Tiroler Ärzten, die ihrerseits teilweise finanziell ums Überleben kämpfen, bringen die wiederholt zu besuchende Kurse (z.B. um 1890 Euro) der Firma viel Geld ein. In den Medien darf der Herr Präsident dann wieder treuherzig die triste Situation vieler Ärzte im Lande beklagen.

Die Teilnahme an den Kursen ist erforderlich, um das jeweilige Zertifikat der Ärztekammer zu erhalten. Im Übrigen führt auch der Weg zum Verein „ZahnGesundheit Tirol“, der u.a. die ZahnarztassistentInnen ausbildet, schnurstracks zu Wechselbergers Consulting-Firma (hier). Partner: die Tiroler Zahnärztekammer, deren Zwangsmitglieder-Magazin "Zahnarzt in Tirol" auch von der CW-Consult GmbH gemacht wird.


Nachtrag, 26.6.2012:
Ärztekammerpräsident Artur Wechselberger räumt ein, dass die Optik sehr schlecht ist. Er hat auf obigen Artikel hin veranlasst, dass auf der Webseite der CW-Consult nunmehr ersichtlich ist, dass diese Firma ihm und seinem stv. Kammeramtsdirektor Czermin zurechenbar ist (neu). Nach Aussagen Wechselbergers verdiene er sich mit der CW-Consult, in der inzwischen auch sein Sohn Sebastian arbeitet, trotz allem keine „goldene Nase“.


Nachtrag, 27.6.2012:



Standard, 27.6.2012

Artur Wechselberger im Standard (oben):
Die Geschichte stimme nur insoweit, als er Geschäftsführer von CW-Consult sei, sagte Wechselberger dem Standard am Dienstag. Die Firma habe er vor zwölf Jahren gemeinsam mit Kammer-Kollegen gegründet, weil man draufgekommen sei, dass es keine Fortbildung für Sprechstundenhilfen gebe.

Wahr ist, dass das Angebot der CW-Consult wesentlich breiter angelegt ist, und sich keineswegs in der „Fortbildung für Sprechstundenhilfen“ erschöpft:



   
  Geht’s noch, Frau Palfrader?   [19.06.2012]

Die Tiroler Landesregierung unterstützt also (siehe unten) die Wiederentdeckung oder Wiedererweckung eines berüchtigten Nazikomponisten, konkret die Einspielung, Herstellung und Vermarktung einer CD mit Werken des zu Recht vergessenen Josef Eduard Ploner.

Um von diesem Hardcore-Nazi die braune Farbe herunterzuwaschen, werden wir vom Herausgeber der CD eingeseift, dass es grad so (über)schäumt: Ploner habe das, was er getan habe, gegen seinen Willen tun müssen, ja, sei von Gauleiter Hofer 1941 sogar mit dem Erschießen bedroht worden (hier - Punkt 12). Das Übliche.
Wahr ist vielmehr, dass Josef Eduard Ploner, aus dem bombengefährdeten Innsbruck ins traute und sichere Tarrenz geflüchtet, dort noch Ende 1944, als halb Europa bereits in Trümmern lag, schaurigste Auf-in-den-Kampf-Musik fabriziert hat, Durchhalte-Gesänge wie diese:




Tiroler Volkssturm 1944

Worte: Jakob Kopp
Weise: Jos. Ed. Ploner


Hellau! Iatz ruckt der Volkssturm an!
Iatz, alle Mander, drauf und dran!
Seids föscht und hart wia Eise,
seids föscht und hart wia Eise.
Und weard ünsern Führer Jung und Alt
freiwillig bald beweise,
freiwillig bald beweise.
Koa Deutscher eahms vergössn kann,
was ear für Reich und Volk hat tan.
Drum: Alle Mannder, drauf und dran!
Hellau! Iatz ruckt der Volkssturm an!
Drum: au!
Hola ri holdi o hola ri holdi o
hola ri holdi o hola ri holdi o!
Hola ri holdi o holdi o!

Die Judnbruat und‘s Judngeld,
dö möchtn schaffn af der Welt
und uns den Garaus machn.
Na, na, so oanfoch geaht dös nit,
da rödn miar a a Wort no mit,
göbts acht – iatz weards bald krachn!
Iatz, Hiasl, Veitl, Joch und Jörg,
brechts los, als wia die Muar vom Berg.
Drum: Alle Mannder, drauf und dran!
Hellau! Iatz ruckt der Volkssturm an!
Jodler

Tirolertreu und frischer Muat
dö stöckn föscht bei üns im Bluat,
so wars bei ünsern Alte.
A bei üns Jungen ist’s no so,
miar sein für ünsern Füahrer do,
daß miar die Treu eahm halte!
Miar schlagn drein af alt und nei,
der Hear steah üns in Gnaden bei!
Drum: Alle Mander, drauf und dran!
Hellau! Iatz ruckt der Volkssturm an!
Jodler


Ist es nicht schlimm genug, dass so etwas geschrieben und vertont wurde? Muss so jemand auch noch wiederentdeckt und verbreitet werden, 2012? Und muss das auch noch mit deinem, meinem, unserem Steuergeld gefördert werden? Nein!

Also: Zurück, Frau Landesrätin! Rudern oder treten!

PS. Gibt’s eigentlich auch eine(n) Kultursprecher(in) bei der Liste Fritz? Oder haben vielleicht die Grünen so was ähnliches? Nominell zumindest?

   
  Nazi-Dreck   [11.06.2012]

Das Land Tirol fördert mit viel Steuergeld die Herausgabe von Werken des Nazikomponisten Josef Eduard Ploner.
Damit auch Außenstehende sich ein Bild machen können, welchen Dreck der solchermaßen Gewürdigte fabriziert hat, unten ein paar Beispiele aus dem von ihm zusammengestellten und herausgegebenen Naziliederbuch „Hellau“. Dieses sollte, so Ploner 1941, „mithelfen, unserem kämpfenden Volke den Endsieg zu erringen“.

Ploner tritt darin auch prominent mit eigenen Vertonungen auf, beispielweise einiger Hitler-Hymnen der Nazidichterin Ingeborg Teuffenbach. Entnommen dem Band „Saat und Reife“, den sie 1938 Adolf Hitler gewidmet hat und für den der damalige Wiener Gauleiter und spätere Organisator von Sobibor und Treblinka Globocnik das Vorwort verfasst hat.





„Bekenntnis zum Führer“: Text: Ingeborg Teuffenbach (aus „Saat und Reife“, 1938), Musik: Josef Eduard Ploner (aus „Hellau“, 1941)

Den widerwärtigen Höhepunkt und Schluss dieser Liedgutsammlung Ploners „für Front und Heimat des Gaues Tirol-Vorarlberg“ bildet diese Doppelseite:



Josef Eduard Ploner, „Hellau“ (1941) - vergrößern


Anmerkungen:

1) Zu Ingeborg Teuffenbach habe ich in den Föhn-Heften 4 (1985) und 10/11 (1988 - hier nachzulesen) bereits alles gesagt, was zu sagen ist.

2) Zu der für die Subventionierung der Ploner-CD verantwortlichen Kulturlandesrätin Beate Palfrader auch: Was bei uns so alles in der Landesregierung hockt

3) In den Postings im Forum dieser Seite gibt es gute Infos zur Auseinandersetzung um die Förderung des Nazikomponisten Ploner (hier)


   
  Das Bild zum Tag    [30.05.2012]



   
  Neues zur Connection Pröll - Schultz   [29.05.2012]

Von der innigen Beziehung der Martha Schultz zu Vizekanzler und Ex-Vizekanzler Josef Pröll erzählt auch die luxuriöse dreigeschoßige Jagdhütte der Schultz in der seit 1998 gepachteten Staner Jagd (Gemeinde Stans).



Neben dem gemauerten Herd im Jagdhaus lagert der Pröll-Wein aus dem Weingut seines Bruders in Radlbrunn (hier).


Daran würden sich, wenn man möchte, weitere Fragen anschließen:

- Wie konnte Schultz so ein Haus mit allem Pipapo mitten ins Gelände knallen (hier)?

- Welche mittleren, hohen und höchsten Behördenvertreter von Bezirkshauptmannschaften, Kammern, Landesregierungen, Ministerien waren hier schon rundum versorgte Gratisgäste?

- Warum werden den Schultzes von der Behörde ständig Ausnahmen bei den geltenden Abschusszeiten (Nachtabschüsse u.a.m.) genehmigt?

Usw.

   
  Fall Schultz:
Warum entscheidet das Ministerium in Sachen Wasserdiebstahl seit vier Jahren nicht?
   [23.05.2012]

Mit Bescheid vom 3.3.2008 hat die Wasserrechtsbehörde des Landes Tirol den Bergbahnen Skizentrum Hochzillertal GmbH & CoKG den Rückbau illegaler Wasserfassungen im Skigebiet vorgeschrieben. Dagegen hat die Schultz-Gruppe beim Landwirtschaftsministerium, noch unter Josef Pröll, als Behörde zweiter Instanz berufen. Eine Entscheidung in dieser Sache ist dort trotz mehrfacher Urgenzen aus Tirol bis zum heutigen Tag nicht erfolgt.

An die Korruptionsstaatsanwaltschaft Wien soll kürzlich eine Strafanzeige gegen Vizekanzler a.D. Josef Pröll bezüglich behaupteter amtsmissbräuchlicher Ausnützung seiner beruflichen Stellung ergangen sein, in welcher detailreich auch eine angebliche enge Beziehung von Martha Schultz zu Josef Pröll beschrieben ist.

Unterstellt wird darin u.a. wörtlich eine

direkte Einflussnahme von VK Pröll auf die für Seilbahnbetriebe maßgeblichen gesetzlichen Rahmenbedingungen auf Bundes- und Landesebene sowie für die Zuführung von öffentlichen Fördergeldern (u.a. bei den Betrieben der Schultz in Matrei in Osttirol und in St. Jakob im Defereggental bei denen VK Pröll seinen Einfluss auf die Tiroler Landesregierung geltend machte)



Vizekanzler Josef Pröll mit Martha und Heinz Schultz in deren Sporthotel Sillian anlässlich der Klausur der österreichischen Bundesregierung im Februar 2009 (Foto: Schultz)

Sollte an den gegen den früheren Vizekanzler und ÖVP-Obmann gerichteten Vorwürfen etwas dran sein, dann könnte auch das Ausbleiben der Entscheidung des Bundesministeriums für Land und Forstwirtschaft in der Causa „Wasserdiebstahl im Zillertal“ seit nunmehr bereits vier Jahren damit zu tun haben.
Für alle Genannten gilt ganz klar die Unschuldsvermutung.

   
  Ermittlungen gegen ÖVP-Sponsor Schultz eingeleitet    [22.05.2012]

Der Unternehmer, der sich in Tirol alles leisten kann, hat im Zillertal zwei jeweils zweistufige Wasserkraftwerke errichtet, die in dieser Form niemals genehmigt worden sind. Heinz Schultz hat die bescheidmäßige Turbinenleistung in Kaltenbach eigenmächtig mehr als verdoppelt und in Aschau mehr als vervierfacht.



Nach der Aufdeckung der Betrugsfälle auf dieser Seite will nun endlich die Behörde aktiv werden, wie mir das Büro des zuständigen Landesrates Anton Steixner mitteilt:

„Aufgrund Ihrer Angaben hat die Wasserrechtsbehörde eine Anfrage an die TIWAG – Netz AG gerichtet. Darin hat die Behörde ersucht, die von der Bergbahnen Skizentrum Hochzillertal GmbH & Co KG zum Betrieb ihrer Kraftwerksanlagen der TIWAG – Netz AG angegebenen Daten über die Energieerzeugung bekannt zu geben. Dazu hat sich die TIWAG – Netz AG im Schriftsatz vom 3. Mai 2012 geäußert. Diese Daten bestätigen Ihre diesbezüglichen Behauptungen.

Weiters kann ich Ihnen mitteilen, dass hinsichtlich der Vorwürfe gegenüber der „Unternehmensgruppe Schultz“ tatsächlich Ermittlungen im Gange sind. Diese Ermittlungen sind auch notwendig, um im Zuge eines Wiederherstellungs- und/oder Verwaltungsstrafverfahrens konkrete Anordnungen treffen zu können.

Zu nicht genehmigten Bachableitungen erging bereits im März 2008 ein Wiederherstellungsauftrag an die Bergbahnen Skizentrum Hochzillertal GmbH & Co KG. Gegen diesen Bescheid wurde Berufung erhoben, der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft hat (trotz mehrfacher Anfragen) bislang nicht entschieden.
Ob nun die von Ihnen vorgelegte Fotodokumentation möglicherweise weitere vom zitierten Wiederherstellungsbescheid nicht erfasste Bachableitungen zeigt, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen. Die Wasserrechtsbehörde hat aber – wie dargestellt – aufgrund Ihrer Angaben zu den Kraftwerken Kaltenbach und Aschau (jeweils Ober- und Unterstufe) unverzüglich Ermittlungen eingeleitet. Bereits in den kommenden Tagen wird es mit den Verantwortlichen des Sachgebietes Schutzwasserwirtschaft und Gewässerökologie weitere Besprechungen geben, um die Vorgangsweise abzustimmen.“


Man wird sehen, wie hart der Landesrat den ÖVP-Sponsor Schultz wirklich anpacken wird. Schließlich gibt es ständig Schu(l)tzgeldzahlungen in Form von Inseraten auch an Steixners Bauernbund.



Schultz hat „Thebestconnection!“ zur ÖVP

   
  TT-Artikel kann man kaufen!    [19.05.2012]



TT vom 17.5.2012: Für ein bezahltes Cover gibt’s als Draufgabe gratis einen redaktionellen Artikel im Wirtschaftsteil (hier)

   
  Zur Erinnerung an Hans Jäger (1937 - 2012)    [17.05.2012]

Der originale Ötztaler Denker im O-Ton





   
  Schultz‘ Kraftwerksschwarzbau: Verdunkelungsgefahr?   [16.05.2012]

Nach der Aufdeckung von vier schwarz ausgebauten Kraftwerksstufen der Schultz-Gruppe im Skigebiet Hochzillertal (hier nachzulesen), sollen jetzt offenbar die Fakten verschleiert werden.

Die Maschinenbaufirma Geppert in Hall, welche 2010 die Turbinen für Oberstufe und Unterstufe des Beschneiungskraftwerks in Aschau erzeugt hat, mit der viermal höheren Turbinenleistung als von der Behörde genehmigt, hat unmittelbar nach Erscheinen meines Artikels jeden Hinweis auf diese Anlage aus ihrer Referenzenliste im Internet gestrichen und damit ein eindeutiges Beweismittel für die offengelegte Gaunerei beiseite geschafft.

Genehmigt wurden vom Amt der Tiroler Landesregierung für Aschau bekanntlich Kraftwerksstufen mit einer Turbinenleistung von 230 kW (oben) und 291 (unten). Eingebaut wurden laut Geppert Turbinen, die 963 kW erzeugen in der Oberstufe und 1141 kW in der Unterstufe. Insgesamt also 2,1 MW anstelle der erlaubten 0,52 MW. Das sind 404 Prozent.

Dass Geppert diese Daten von seiner Webseite genommen hat, könnte man als Geständnis ansehen, hier eventuell an einer kriminellen Handlung mitgewirkt zu haben.

So sah die Referenzenliste Gepperts bis zum Erscheinen meines Artikels (14.5.2012) aus:




Und so sieht die Referenzenliste Gepperts seit dem Erscheinen meines Artikels (14.5.2012) aus:




Noch Fragen?

   
  Eine Wiederholung aus sehr aktuellem Anlass    [14.05.2012]



   
  Der feigste Jungjäger Tirols    [09.05.2012]

Günther Platter hat sich bekanntlich vom Haiminger Bürgermeister Josef Leitner auf den kostenlosen Abschuss eines 2er Rehbocks im Revier Obsteig einladen lassen (hier). Weil sich der Jungjäger nach dem vielen Spott, den er sich mit seinen Gratisjagden eingehandelt hat (hier), aber nicht mehr dazu zu stehen traut, wurde das Krickl bei der Pflichttrophäenschau des Bezirkes Imst (am 21.4. im Glenthof in Imst) als einziges aus dem gesamten Revier ganz verschämt ohne Namensnennung präsentiert:



Wildart: Rehbock; Jagdrevier: Obsteig; Erleger: Jagdgast; Abschussliste Nr.: 26; Erlegt am: 14.9.2011; Alter: 4; Klasse: II

Derselbe Günther Platter hat sich im Herbst 2011 auch von der Agrargemeinschaft Häselgehr in das dortige Revier „Obere“ des Schweizer Jagdpächters Heiner Birrer auf den kostenlosen Abschuss eines Hirschen einladen lassen. Die Trophäe dieses 12-Enders hat der feigste Jungjäger Tirols bei der Pflichttrophäenschau des Bezirks Reutte am 14.4.2012 in der Reuttener Sporthalle überhaupt nicht ausgestellt:



   
  Ein Witz. Ein schlechter Witz.   [07.05.2012]

Bei den Goldried-Bergbahnen in Matrei hatte die Schultz-Gruppe wie anderswo auch (hier) eine illegale, der Straßenverkehrsordnung widersprechende Werbetafel außerhalb des Ortsgebietes aufgestellt.
Auf einem Betonsockel. Vier Meter neben der Bundesstraße.



Ein Verfahren der Bezirkshauptmannschaft Lienz endete nun damit, dass dieser Zustand durch einen niedlichen kleinen Zusatz „legalisiert“ wurde. Schwuppdiwupp.



Sichtbehinderung hin, Unfallgefahr her: Laut Spruch der BH Lienz handelt es sich dank der drei zusätzlichen Zeilen nunmehr um eine „Innenwerbung“, für die „nach den Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung keine Bewilligung mehr erforderlich ist“.

   
  Platter kann’s nicht lassen!   [30.04.2012]

Im Dezember 2011 hat der Nationalrat ein Medientransparenzgesetz beschlossen. Damit sollte auch die ausufernde Selbstdarstellung der Politiker „in Regierungsinseraten und Inseraten anderer öffentlicher Stellen“ abgestellt werden. Künftig sollten Inserate „ein konkretes Informationsbedürfnis der Allgemeinheit decken, wobei etwa Sachinformationen, Informationen über die Rechtslage und Verhaltensempfehlungen genannt werden. Inserate, die ausschließlich oder teilweise der Vermarktung der Tätigkeit des Rechtsträgers dienen, sind unzulässig.“ (Juridicum Journal)

Aber Günther Platter bleibt unbelehrbar. Er lässt sich weiterhin mit Geld vom Land Tirol, von Landesfirmen und landesnahen Einrichtungen promoten, als ob es den Inseratenskandal, in den er selbst zutiefst verwickelt ist (hier), nie gegeben hätte. Irgendwie nach seinem Motto: „Die Wiener sollen auf ihre Schweinereien schauen und nicht uns Tirolern sagen, was geht und was nicht geht!“ (Platter in der Oberländer Rundschau vom 25.4.2012)


Beispiel 1:

 

Platter-Blabla: „Ob im Straßenverkehr, in den eigenen vier Wänden oder in der Freizeit – Gefahren lauern überall.“ Eigenwerbung mit Bild, bezahlt vom Verein „Sicheres Tirol“ (Land Tirol, Stadt Innsbruck, TIWAG, Hypo usw.), ganzseitig in der Tiroler Tageszeitung (22.4.2012 und 18.4.2012) und in der Kronenzeitung (24.4.2012).
Wo ist die Opposition, wo ist der Rechnungshof, wo der Ehrenkodex von Spindelegger?


Beispiel 2:



Auch die von der ÖVP-Zentrale gestaltete PR-Serie über ÖVP-Regierungsmitglieder (hier) geht munter weiter, bezahlt vom Land Tirol - mit Platter-Sprechblase: „Ich bin stolz, dass Tirol bei der Ausbildung von Lehrlingen international Spitze ist.“ Eindeutige Wiederholungstäterschaft, doppelseitig im MoHo-Magazin „Weekend“ vom 28.4.2012.


Beispiel 3:

 

TIWAG-Einschaltungen rücken in Bild und Text erneut Günther Platter klar in den Vordergrund. Von den gesetzlich geforderten „Sachinformationen, Informationen über die Rechtslage und Verhaltensempfehlungen“ ist weit und breit nichts zu sehen in den ganzseitigen Inseraten in Tiroler Tageszeitung und Kronenzeitung (29.4.2012).
Günther Platter hat mit dem neuen Druckschacht in Prutz absolut nichts zu tun. Er gräbt ihn nicht, er bezahlt ihn nicht und er betreibt ihn nicht. Aber wir lassen uns doch von den Wienern nicht sagen, welche Schweinereien bei uns immer noch leicht gehen!

Unverständlich bleibt, warum sich die ÖVP diese eklatanten Gesetzesverstöße wegen Platter noch antut, wo er doch ohne jeden Zweifel 2013 nicht mehr zur Wahl steht.


Zum Auffrischen:

Die ÖBB-Inserate Faymanns und die TIWAG-Inserate Platters: Wo ist der Unterschied?

   
  Andreas Köll belügt den Landtag    [24.04.2012]

Als in der jüngsten Landtagssitzung die von Günther Platter reihenweise angenommenen Gratisjagd-Einladungen diskutiert werden sollten, warf sich der Osttiroler ÖVP-Abgeordnete Andreas Köll zwischen den Landeshauptmann und die Opposition, indem er von den berüchtigten Jagdausflügen Platters ablenkte. Unter anderem mit diesem Geschichtchen:



Von diesen drei Sätzen stimmt nur der erste. Und das auch nur, weil die Sätze 2 und 3 erlogen sind. Der Kaunertaler Bürgermeister Pepi Raich (ÖVP), dem die TIWAG 2010 seinen Gemeinderatswahlkampf (mit)finanziert hat (hier), wurde deswegen (noch) nicht verurteilt, weil die Anzeige noch läuft und die Ermittlungen des Bundesamtes für Korruptionsbekämpfung noch immer nicht abgeschlossen sind (aktueller Stand laut Korruptionsstaatsanwaltschaft Wien vom 22.4.2012).

Da Andreas Köll meine Frage, ob er im Landtag bewusst die Unwahrheit verbreitet habe oder bloß falsch informiert worden sei (hier), nicht beantworten will, bin ich versucht, Ersteres anzunehmen.
Köll hat sich übrigens im Gemeinderatswahlkampf 2010 ebenfalls von der TIWAG sponsern lassen: hier und hier und hier


Nachtrag:
Andreas Köll hat geruht, vier Tage nach meiner Anfrage nachstehende Stellungnahme zu seiner falschen Behauptung im Landtag abzugeben. Ob diese nun für oder gegen ihn spricht, bleibt dem Urteil der Leserinnen und Leser überlassen:

„Sehr geehrter Herr Wilhelm!

Für eine schriftliche Beantwortung Ihrer mail-Anfrage vom 21.04.2012 haben Sie mir nicht einmal drei ganze Tage Frist eingeräumt, wobei noch ein Wochenende dazwischen lag: Dies ist bei anderen elektronischen Medien und Printmedien eher unüblich. Zudem war ich aufgrund eines grippalen Infektes nicht in der Lage, bis zum gestrigen Abend die mails auf meinem Bgm.-PC zu checken. Eine telefonische Anfrage Ihrerseits hätte ich jedoch mit Sicherheit beantworten können, bevor Sie mich in Ihrem Internet-Medium unreflektiert der Lüge bezichtigen. Sie hatten es aber damit wohl sehr eilig, obwohl die letzte Landtagssitzung bereits vor etwa vier Wochen stattgefunden hat…

Zur Sache selbst:

Ich hatte zwischenzeitlich Gelegenheit, beim einzigen, persönlich Betroffenen meiner Aussagen nachzufragen, nämlich bei Bürgermeisterkollege Pepi Raich aus Feichten in der Gemeinde Kaunertal. Ich stehe deshalb nicht an, auch Ihnen gegenüber festzustellen, dass meine Aussagen in der aktuellen Stunde in ihrem zweiten Teil nicht der Faktenlage entsprochen haben, weil tatsächlich noch nicht alle Ermittlungen eingestellt worden sind: Mir in diesem Zusammenhang jedoch eine bewusste Verbreitung von Unwahrheiten gegenüber dem Tiroler Landtag vorzuwerfen, ist nicht korrekt, zumal ich mich im Laufe der aktuellen Stunde - in welcher ich ursprünglich seitens meines Landtags-Klubs ja gar nicht als Redner eingeplant war - ad hoc über Aufforderung unseres Klubobmannes bzw. aufgrund mancher unrichtiger Behauptungen von Oppositionsseite her zu Wort gemeldet habe. Auf - Bgm. Pepi Raich betreffende - Äußerungen hin habe ich, meinerseits heute persönlich nicht mehr zuordenbaren Zurufen aus meiner Fraktion entnommen, dass angeblich alle Ermittlungen in diesen Causen eingestellt bzw. Anzeigen zurückgelegt worden wären: Dass ich diese Aussagen in meinen Ausführungen ungeprüft übernommen habe, ist somit meiner Sphäre zuzurechnen und kann man dies zu Recht als Fehler bezeichnen.

Ich stehe deshalb auch nicht an, vor dem selben Forum, vor welchem ich diese teilweise unrichtigen Aussagen getätigt habe - nämlich dem Tiroler Landtag - diese richtigzustellen und werde dies in nächsten öffentlicher Sitzung, zweckmäßigerweise wohl unter dem TOP „Jahresbericht des Landesrechnungshofes“, auch ordnungsgemäß erledigen."


   
  Zwei kleine Randbemerkungen zum Thema Jagdeinladungen    [20.04.2012]

1

Die Großunternehmer in Tirol, die für sie wichtige Leute (Politiker, Behördenvertreter usw.) in ihre Reviere einladen, lassen sich nicht in die Jagdkarten schauen. Warum nicht? Was haben sie zu verbergen, die Fröschls, Benkos, Swarovskis? Warum wollen sie uns nicht sagen, wer was bei ihnen geschossen hat? Sie werden ja doch wohl niemanden anfüttern!

Landauf landab ist es üblich, bei der Pflichttrophäenschau auf den Trophäenanhängern unter „Erleger“ den Schützen anzugeben. Nicht so bei den Pächtern der teuersten Jagden mit den lukrativsten Einladungen.

Beispiele von der Trophäenschau des Bezirks Innsbruck Land in Seefeld (31.3./1.4.2012):



Jagdgebiet Gleirschtal (Karwendel) – Jagdpächter René Benko




Jagdgebiet Gleirschtal (Karwendel) – Jagdpächter René Benko




Jagdgebiet Hinterautal (Karwendel) – Jagdpächter Swarosvki




Jagdgebiet Hinterautal (Karwendel) – Jagdpächter Swarosvki
Eher versehentlich ist hier ein „Erleger“ eingetragen, allerdings ein nicht weiter bekannter „Stauder W.“



2

Warum verteidigt der Landesjägermeister Karl Berktold Platters Gratisjagd-Einladungen so?


Nämlich so:

Was soll falsch daran sein, eine Führungspersönlichkeit des Landes einzuladen, das Naturerlebnis in sich aufzusaugen und sich ein bisschen zu erholen? (TT, 15.4.2012)

Der Landeshauptmann hat schließlich das Recht dazu, dass er in seiner kargen Freizeit ab und zu auf die Jagd geht. (Standard, 28.3.2012)

Wenn jemand eine Jagd hat und mit den Abschüssen hinterherhinkt, ist er froh, wenn ihm jemand hilft. (TT, 15.4.2012)


Günther Platter hat als Verteidigungsminister Karl Berktold 2003 zum Militärkommandanten von Tirol gemacht. Als er 2005 diese Stelle in Innsbruck für seinen abtretenden Kabinettschef Herbert Bauer benötigte, hat Platter Berktold als Militärkommandant von Salzburg durchgedrückt. Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen.

* * *

Wenn Sie zu den Jagdgästen von Benko & Co. konkrete Infos haben, können Sie mir diese hier gerne (auch anonym) mitteilen.

Nachricht:




Falls Sie persönlich in Kontakt mit mir treten wollen, vergessen Sie bitte nicht, Ihre E-Mail-Adresse im Textfeld anzuführen. Danke.

   
  Ein krasser Fall: ÖVP-Wirtschaftskammerpräsident Bodenseer wäre bei voller Zurechnungsfähigkeit für die Wiedereinführung der Todesstrafe   [17.04.2012]



Facebook-Eintrag von Jürgen Bodenseer, Wirtschaftsbundobmann und Wirtschaftskammerpräsident in Tirol

Reaktion:
Diese Geschichte ging durch alle österreichischen Medien, Beispiel: derstandard.at

   
  Wie öd! Schon wieder eine Parteienfinanzierungsgeschichte!    [16.04.2012]

Wenn Politiker Gratisjagd-Einladungen oder Geldgeschenke von Unternehmen annehmen, hat das auf ihre politischen Entscheidungen keinen Einfluss. Sagen sie.

Das Land Südtirol hat den von der Firma Leitner (Leitwind) geplanten Windpark am Brenner (Sattelberg) genehmigt. Die Tiroler Landesregierung hat keinen Einspruch dagegen eingebracht bei der Berufungsbehörde, weil die ÖVP Tirol das verhindert hat.

Warum?



   
  Auf seine letzten Tage wird Platter noch berühmt    [13.04.2012]

Da mag Günther Platter die Tiroler Tageszeitung und den ORF Tirol noch so sehr im Griff haben, die Wellen, die seine Gratisjagd-Einladungen geschlagen haben, werden - je weiter weg von ihrem Ausgangspunkt - desto höher. Was ihm als Landeshauptmann nie geglückt ist, außerhalb Österreichs auch nur beachtet zu werden, ist ihm mit einem Schnall oder eben Knall mit den sieben Geschenkannahmen problemlos gelungen. Wenn ihm und seinen Jagdausflügen an einem einzigen Tag sogar die Neue Zücher Zeitung eine halbe Seite 5 und die Hamburger Zeit eine Dreiviertelseite widmen, erkennt auch der letzte Parteigänger, wie weit es heruntergeschneit hat.

Die NZZ vom 12.4.2012 schreibt:
„Bereits ist in Innsbruck die Rede davon, dass Platter an den Rücktritt denken sollte.“




Über die „Tiroler Einladungspolitik zum Waidwerk“ heißt es in der Zeit vom 12.4.2012:
„Das ist eine Provokation, so als ob sich Dominique Strauss-Kahn ins Bordell einladen ließe.“


Frage: Braucht Platter für den Rücktritt etwa auch eine Einladung?

Zum Nachlesen:
Politisch brisante Jagdausflüge (NZZ)
Platters Blattschuss (Zeit)


PS. Ultrapeinlich: Die TT hat in ihren verniedlichenden Artikeln über Platters Gratisjagden nicht nur die Quelle nie genannt („dies wurde Montag bekannt“), sondern auch statt eines Fotos von Platter auf der Jagd oder Platter mit Büchse immer harmlose Politikerporträts gebracht. Die Zeit (oben) dagegen hat ein bisher unbekanntes Bild von Platter am Schießgewehr ausgegraben. Und wer hat es gemacht? Der hauptberufliche TT-Fotograf Thomas Böhm!
Zensur findet statt – in der TT-Chefredaktion.

   
  Ach ja, bevor ich’s vergess‘: Der „Krone“-Gassler hätte sich fast klagen trauen wollen   [11.04.2012]

Vor einigen Wochen hat mir Markus Gassler, Krone-Schreiber und verlässlicher Trabant der jeweils Mächtigen und Möchtigen im Land, ja, doch, angedroht, „rechtliche Schritte einzuleiten“.



Leider ist die oben versprochene Klage nie eingebracht worden. Es hätte ein Fest werden können!

Auslöser für Gasslers allzu kurzlebigen Mutanfall war diese wahre Geschichte im Tagebuch:
Die „Krone“ sprach exklusiv mit der verlesenen Rücktrittserklärung

   
  Auch 2006 floss wohl bereits Telekom-Geld in den Nationalratswahlkampf der ÖVP    [06.04.2012]

Im September 2006 verschickt die Tiroler Volkspartei eine Sonderausgabe ihrer Mitgliederzeitschrift „Tiroler Land“ zur anstehenden Nationalratswahl an jeden Tiroler Haushalt.



Im Mittelteil der Wahlbroschüre erscheint ein redaktioneller zweiseitiger Artikel, in welchem die beiden NR-Kandidaten Karin Hakl und Hermann Gahr für den Ausbau der Breitbandversorgung im ganzen Land in Zusammenarbeit mit der Telekom Austria lobbyieren.

Die ÖVP-geführte Landesregierung, sonst für fortschrittliche Positionen nicht sehr anfällig, hatte in den Jahren vorher bereits große Summen an Landesmitteln beigesteuert, damit die Telekom ihre ADSL-Infrastruktur bis in die hintersten Täler ausweiten konnte.

Die Doppelseite in „Tiroler Land“ über die eingenommene „Vorreiterrolle Tirols“ in Sachen Telekommunikation liest sich wie eine dürftig verbrämte PR für die Telekom Austria.




Doppelseite als PDF ansehen

Das sind starke Indizien dafür, dass die Telekom auch den Nationalratswahlkampf 2006 der Tiroler ÖVP mitfinanziert hat, und zwar nicht nur im Wahlkreis Innsbruck mit den Spitzenkandidaten Karin Hakl und Andreas Khol, sondern mittels mutierter Ausgaben auch den anderer Wahlkreise – wie beispielsweise im Oberland mit dem Spitzenkandidaten Günther Platter.





Alles klar macht schließlich das Impressum der 240.000 Stück auflagestarken Wahlkampfausgabe von „Tiroler Land“, wo dummer Weise unter den Fotonachweisen die „Telekom Austria“ angeführt wird:



Für die Produktion der Broschüre zeichnet laut Impressum die Agentur „Prologo“, eine gemeinsame Tochter der ÖVP-nahen Hofherr Communikation und des ÖVP-Bauernbundes

Mitglieder des Untersuchungsausschusses, bitte übernehmen Sie!

Nachtrag:
Hier könnte der Telekom-Sumpf noch richtig tief werden: Laut Profil zahlte „die Telekom Austria zwischen 2005 und 2011 über eine Million Euro an die dem Bauernbund nahestehende Plattform ‚Forum Land‘“. Österreichweit. Stellvertretender Tiroler Landesobmann des „Forums“ war zur Zeit der Telekomspende ein gewisser Georg Keuschnigg, gleichzeitig Hauptgeschäftsführer der Tiroler Volkspartei, bis 2005 auch Geschäftsführer der Prologo. Das „Forum Land“ war und ist auch in Tirol die PR-Maschine für den Ausbau des Breitbandnetzes (der Telekom).


   
  Wieder angelaufen: Josef Geisler als Josef Geisler in „Josef Geisler“    [02.04.2012]



Josef Geisler ist zurück! Wasser Tirol, 100-Prozent-Tochter der TIWAG und Produzent des Streifens, hatte den Blockbuster mit dem begnadeten Zillertaler Politiker in der Hauptrolle bereits aus dem Programm genommen (hier), aber die Geisler- und ÖVP-Fans haben die Wiederaufnahme durchgesetzt.
Das Comeback Geislers in seiner Glanzrolle als Geisler freut um so mehr, als er einer der besten Schauspieler ist, den die ÖVP-Truppe je hervorgebracht hat. Man sieht, wenn Filmfreaks ihren Liebling aus ganzem Herzen unterstützen, können sie damit auch die ursprünglichen Intentionen eines Konzerns durchkreuzen.
Mit über 10.000 Besuchern in wenigen Tagen hat dieser Straßenfeger wohl auch das Zeug zum absoluten Longseller, der nie mehr aus dem Repertoire der VP-Thek verschwinden wird.

Josef Geisler ist Klubobmann der Österreichischen Volkspartei im Tiroler Landtag.


Damit es der ÖVP künftig nicht mehr gelingt, via TIWAG bzw. Wasser Tirol dieses Highlight heimischer Schauspielkunst von Youtube entfernen zu lassen, sollten alle Freunde des Hammer-Videos vorsorglich das Dokument herunterspeichern und unter allen möglichen und unmöglichen Titeln und Urheberadressen immer wieder auf Youtube hochladen.

   
  Best of: Wie Karikaturisten Günther Platter schon an die Wand nageln   [28.03.2012]



Michael Pammesberger, Kurier (28.3.2012)




Oliver Schopf, Standard (28.3.2012)




Thomas Wizany, Salzburger Nachrichten (28.3.2012)




Petar Pismestrovic, Kleine Zeitung (29.3.2012)
   
  Nocheinmal: Die vom Steuerzahler bezahlten Anzeigen der Tiroler Volkspartei    [25.03.2012]

Der von der ÖVP getextete und vom Land Tirol in der Illustrierten „Weekend“ geschaltete und von den Tirolerinnen und Tirolern bezahlte PR-Text für den ÖVP-Landesrat Steixner findet sich nunmehr - leicht eingekürzt, aber wortidentisch - in der jüngsten Ausgabe des ÖVP-Mitgliedermagazins „Tiroler Weg“.



„Tiroler Weg“ (ÖVP), 20. März 2012




„Weekend“, 16. März 2012


Auch die Werbeeinschaltung des Landes für die „Beste Bildung“-Politik von ÖVP-Landesrätin Palfrader aus dem „Weekend“ Nr. 2/2012 erscheint nun 1:1 im Parteiorgan der Tiroler Volkspartei.

„Weekend“, 3. Februar 2012:




„Tiroler Weg“ (ÖVP), 20. März 2012:



Der Hintergrund dieser Tiroler Inseratenskandalnormalität ist im Tagebuch vom 11.3.2012 nachzulesen.

   
  Schultz’s Sekretär sitzt direkt in der „Tiroler Volkspartei Redaktion“   [22.03.2012]

Nachdem ich den Platter-Berater Herwig Ortner kürzlich hier als Pressereferenten von Heinz Schultz geoutet habe, scheißt sich auch die ÖVP nix mehr und führt ihn ganz ungeniert als Redakteur ihres Mitgliedermagazins „Tiroler Weg“.




Impressum „Tiroler Weg“, März 2012 - vergrößern

   
  Der Ehrenschultz der ÖVP! Oder wie sie weiter schamlos aus der Hand frisst, die sie anfüttert.    [19.03.2012]

Heute in unserer beliebten Serie: ÖVP-Klubobmann Josef Geisler




Weil Josef Geisler zum ersten Mal auf dieser Webseite auftritt, darf er seine Qualitäten in einem kurzen Werbevideo selbst vorstellen:



Die Videoaufnahmen zu diesem Clip wurden von der TIWAG-Tochter „Wasser Tirol“ gefördert.

* * *

Man kann an der Tiroler Volkspartei gewiss vieles kritisieren, aber eines muss man ihr lassen:
Bei Video-Clips ist sie nicht zu schlagen!

Der Beweis:

    

   
  Warum antwortet Platter nicht?   [15.03.2012]



Anm.: Herbert Forster ist Büroleiter und Chefsouffleur von Landeshauptmann Platter.

   
  Strassers windige Leistungen für die TIWAG   [14.03.2012]

Anlässlich von Strassers heutigem Auftritt im parlamentarischen Untersuchungsausschuss darf auch an seine lukrative Beratungstätigkeit für die TIWAG erinnert werden (Stundensatz: 450 Euro + MWSt.). Ob die TIWAG jemals ernsthaft in ein Windprojekt im Burgenland einsteigen wollte oder nicht, zumindest dürfte der „liebe bruno“ den Lobbyisten Ernst Strasser mit einem entsprechenden Auftrag versorgt haben.



Zur TIWAG-Beteiligung ist es nicht gekommen.
Sehr wohl aber zum Honorar für Ernst Strasser.

Mehr zum Thema:

Ernst Strassers Lobbying für die TIWAG
dietiwag.org-Dokument belastet Ernst Strasser

   
  Land Tirol schaltet ÖVP-Werbung    [11.03.2012]

Kommenden Freitag erscheint die Illustrierte „Weekend Tirol“ mit einer doppelseitigen Steixner-Anzeige. Reine Promotion für den Katastrophenlandesrat und seine arg gebeutelte Leitstelle Tirol.



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Die Leitstelle betreibe „erfolgreiches Katastrophenmanagement“ und nehme „über die Grenzen Österreichs hinaus eine Vorreiterrolle“ ein – so steht es im nächsten „Weekend“, das am 16. März 2012 der Tiroler Tageszeitung beiliegen wird.

Es handelt sich um eine Promotion-Doppelseite um über 12.000 Euro brutto laut „Weekend“-Anzeigenpreisliste.
Auftraggeber ist offenbar das Land Tirol:




Die sündteure Steixner-Schaltung in diesem Wegwerfmagazin aus dem Hause „Moser-Holding“ ist anscheinend Teil einer Serie, in der ÖVP-Politiker promotet werden. In der Ausgabe vom 3. Februar 2012 wurde versucht, das Image von Landesrätin Beate Palfrader und Landeshauptmann Günther Platter zu tunen: „Tirol ist anders“ und „Tirol baut seine Vorreiterrolle in Sachen Bildung aus“:




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Ganz offensichtlich geht es hier um PR für schlecht verkäufliche Regierungspolitiker. Vor allem möchte man in dieser Zeitgeistgazette die eher politikfernen Kreise ansprechen. Ihnen soll zwischen Mode-, Schmuck- und Parfumanzeigen ein ÖVP-Politiker angedreht werden.

Geschaltet von der ÖVP, bezahlt vom Land Tirol.
Ein Blick auf die Dokumenteigenschaften des Pdf-Dokuments macht es deutlich:



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Original-PDF ansehen

   
  Die „Krone“ sprach exklusiv mit der verlesenen Rücktrittserklärung    [29.02.2012]

Vergangenen Freitag hat Christian Switak mit weinerlicher Stimme und nicht wenigen Versprechern vor ein paar zusammengetrommelten Journalisten seine Rücktrittserklärung vom Blatt heruntergehaspelt:

„Ich habe heute um 9:30 in einem persönlichen Gespräch den Herrn Landeshauptmann informiert, dass ich alle politischen Ämter zurücklegen werde und selbstverständlich bis zur Nominierung und der Neuwahl meines Nachfolgers oder meiner Nachfolgerin zu meiner Verantwortung zu Tirol stehe.
Für Tirol wünsch ich mir, dass wir uns auf die Zukunftsfragen konzentrieren, die wichtiger sind für unser Land. Ich bin der festen Überzeugung, dass stabile politische Verhältnisse, eine widerstandsfähige und krisenfeste Wirtschaft, Gerechtigkeit und Chancegleichheit als Basis für stabile Staats- und Landesfinanzen wichtiger sind als eine Einladung zu einer Jagd.
Ich habe gelernt, dass in einer Phase der Anschuldigungen und der Verdächtigungen, die erfolgreiche Sacharbeit kaum noch Bedeutung hat. Ich habe das im November bemerkt und im Dezember gelernt und die persönliche Debatte um meine Person ist immer, auch diesmal wieder, wichtiger als die politischen Inhalte. Und, auch das ist mir deutlich aufgefallen, dass manche Schlagzeilen im Wettbewerb mit einer Homepage offensichtlich wichtiger sind als der Inhalt für Tirol.
Ich ziehe daraus meine Konsequenz, deshalb weil ich mir meine Arbeit, meine Mitarbeiter, meine Person, meine Freunde und meine Familie nicht in einer andauernden öffentlichen Debatte scheibchenweise kaputtreden lassen möchte. Natürlich hätte ich mit der Weisheit des Rückblicks heute vieles anders gemacht. Doch ich stehe zu jeder meiner Entscheidungen. Und ich habe zu jedem Zeitpunkt rechtlich und moralisch einwandfrei agiert.
Meine berufliche Zukunft wird mich hoffentlich bald in die Wirtschaft führen. Ich wünsche Ihnen alles Gute, danke Ihnen für die Berichterstattung und manchen von Ihnen auch für den Willen zur fairen Auseinandersetzung.
Und zum Ende nehmen Sie einen guten Rat von mir, nehmen Sie in Zukunft keine Einladung von irgendwelchen Freunden an, Sie wissen nicht, wie die sich in den nächsten fünf Jahren ändern können und wie sich deren Image ändern kann."


Sprach’s und verschwand, noch bevor ein Journalist hätte nachfragen können.




Und was macht der unsäglichste Zeitungsschmierer des Landes, der ganz und gar jenseitige Markus Gassler in der Krone aus diesem Text?
Das:



Kronenzeitung, 25.2.2012


Zum Nachlesen:
Noch so ein echter Gassler

   
  Der angefütterte Landeshauptmann    [24.02.2012]




Nachdem Günther Platter noch am Wiener Jägerball 2010 erklärt hatte, „ich bin überhaupt kein Jäger, schätze diese aber sehr“, hat er sich im Frühsommer 2011 auf etwas undurchsichtige Weise den Jagdschein auf dem Umweg über Niederösterreich besorgt.
Seitdem steht er mit Christian Switak im harten Wettstreit um die Annahme von Jagdgeschenken.

Im Herbst 2011 hat Platter allein im Tiroler Oberland zumindest bei vier Einladungen zugelangt und folgende Jagdabschüsse getätigt:

im Paznaun (Galtür): 1 Murmeltier

• im Oberinntal (Zams, Bouvier-Jagd „Gedingstatt“): 1 Gamsbock

• am Mieminger Plateau (Obsteig): Rehbock - Klasse III

• im Lechtal (Häselgehr): Hirsch – Zwölfender



Christian Switak war derweil auch nicht faul und hat in seinem teuer umgebauten Büro im Landhaus die Trophäe eines 1er Hirsches angebracht, den er, sagt er, beim Fröschl geschossen habe. (Fröschl dementiert.) Anderen gegenüber behauptet er, ihn beim Swaroski geschossen zu haben. Also wird der Hirsch wohl aus dem Revier eines Dritten stammen, dessen Namen Switak damit verschleiern will.

   
  Revolte in der ÖVP. Endlich.   [18.02.2012]



   
  Der Abstauber Christian „Wulff“ Switak staubt auch in Serfaus ab    [13.02.2012]



Der berüchtigte Gratisflitzer Christian Switak, als Landesrat zuständig für die Bergbahnen, ist auch bei den Bergbahnen Serfaus Stammgast im VIP-Bereich der Ski-Lounge.

   
  An Heinz Schultz ist ein Naturschützer verloren gegangen    [06.02.2012]




Wie Umweltschutz wirklich geht, hat Heinz Schultz 2010/2011 in Osttirol vorgezeigt.
Und auch noch selbst mustergültig dokumentiert:




Speicherbau Ochsenlacke der Schultz-Gruppe in St. Jakob im Defereggen




Liftbau der Schultz-Gruppe am Thurntaler (Sillian)




Speicherbau Blauspitz der Schultz-Gruppe in Kals


   
  Die „TIWAG-Netz AG“ fliegt aus Wikipedia    [04.02.2012]

Die TIWAG ist’s gewohnt, ihre selbst geschriebenen Jubelartikel überall unterzubringen. Mit ihrem jüngsten über die „TIWAG-Netz AG“ ist sie bei Wikipedia aber saftig eingefahren.



„Reiner Werbeeintrag“ urteilt der Wikipedia-Administrator und schmeißt den Artikel hochkantig aus dem Internetlexikon (TIWAG-Netz AG).

Dabei hätt’s die TIWAG wissen können! Ist sie doch schon einmal auf die Schnauze gefallen, wie hier unter „TIWAG zensuriert Wikipedia“ bereits vor viereinhalb Jahren ausführlich dokumentiert worden ist.


Nachtrag:
Die TIWAG-Netz AG wehrt sich
Der gelöschte Werbeartikel der TIWAG-Netz AG

   
  Zwei juristische Hellseher und die Einstellung der Ermittlungen im Lebenshilfe-Skandal    [01.02.2012]

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat zum großen Befremden der Öffentlichkeit mit 28.12.2011 sämtliche Ermittlungsverfahren rund um die Vorkommnisse in der Lebenshilfe Tirol eingestellt. Die bis Ende Jänner 2012 angekündigte Begründung für die Zurücklegung lässt freilich weiter auf sich warten, vermutlich auch, weil sie ziemlich schwierig zu argumentieren ist.

Wer eine sehr schlechte Meinung von Tirols Justiz hat, darf sich bestätigt fühlen

Dass alle Ermittlungen gegen Zobl und Co. wegen des Verdachts der Untreue und des Betruges eingestellt wurden, das müsste man als Ergebnis eines ernsthaft geführten Ermittlungsverfahrens wohl zur Kenntnis nehmen, wenn nicht die Beschuldigten schon vor der Prüfung der Vorwürfe gewusst hätten, dass die Staatsanwaltschaft sie „nach intensiver Prüfung der Vorwürfe“ nicht verfolgen würde.

Hätte die Staatsanwaltschaft jemals eine Strafanklage ernsthaft erwogen, würde sie wohl auch auf meine Unterlagen - zum Beispiel zu den Wohn(un)rechtsverträgen - zugegriffen haben. Das hat sie jedoch tunlichst vermieden. Aber darum geht es hier nicht. Zwei viel merkwürdigere Merkwürdigkeiten verstärken den Verdacht, dass die Innsbrucker Justiz an einer Strafverfolgung niemals interessiert war.

„Das machen die hohen Herren von selber,
dass Ihnen der gemeine Mann zum Feind wird.“

Thomas Müntzer

Zwei dicke Freunde sind es (besonders der eine), beide Juristen, Landtagspräsident der eine, Ex-Lebenshilfepräsident der andere, die als Hellseher den Ausgang der staatsanwaltlichen „Ermittlungen“ schon lange treffsicher vorausgewusst haben.


Es kann nur entweder so sein, dass Hanspeter Zobl und Herwig van Staa aufgrund ihrer ausgezeichneten Verbindungen zur Justiz eben von Anfang an informiert waren, dass letztendlich eingestellt würde, oder aber, dass sie aufgrund ihrer ausgezeichneten Verbindungen zur Justiz (siehe Auftrag zu meiner Verfolgung im Falle seines Schwein-Sagers) die Einstellung dort sozusagen ‚bestellen‘ konnten. (Dritte Erklärung fällt mir beim besten Willen keine ein.)


In der Rolle von Hanussen I: Zobl

Noch bevor die Staatsanwaltschaft Innsbruck auch nur eine Aktenhülle beschriftet oder gar eine Zeugenvernehmung angeordnet hatte, wusste der Lebenshilfepräsident Zobl, dass die Justiz ihm nichts anhaben würde. Möglich, dass er das bereits bei seinen Besuchen am Gericht vor Weihnachten 2010 erfahren hatte. Jedenfalls konnte er in der am 3. Jänner 2011 stattgefundenden Krisensitzung des Lebenshilfe-Vorstands, in deren Verlauf er als Prädsident zurücktrat, schon Entwarnung geben was die haarigste Sache betraf, die mutmaßlich betrügerischen Wohnrechtsverträge. Ein Teilnehmer dieser Vorstandssitzung berichtet, dass Zobl dabei die bereits erfolgte Zurücklegung der Anzeige in Sachen Wohnrechtsverträge durch die Staatsanwaltschaft bekannt gegeben habe.
Das würde heißen, die späteren Einvernahmen wären Pseudoermittlungen und reines Geplänkel gewesen und hätten nur noch der juristischen Show und der Befriedigung von uns Zusehern gedient.


In der Rolle von Hanussen II: van Staa

Ich habe mich in den vergangenen Monaten in unregelmäßigen Abständen bei der Pressestelle der Staatsanwaltschaft Innsbruck nach dem Fortgang des Ermittlungsverfahrens im Lebenshilfe-Skandal erkundigt. Zuletzt am 15. Dezember 2011. Dabei sagte mir der Sprecher, dass die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen seien. Auf meine Frage, ob man sagen könne, dass es zu einer Anklage komme oder zu einer Zurücklegung, bekam ich die Antwort, dass dies noch nicht möglich sei.
Am 28. Dezember 2011 kam dann die offizielle Mitteilung von der Einstellung. Könnte man, wie gesagt, akzeptieren, wenn man nicht aus van Staas Umfeld wüsste, dass dieser bereits Mitte November 2011 in einer Runde lautstark - d.h. allen, die es hören wollten und eben auch solchen, die es nicht hören wollten - verkündet hat, dass ‚bei der Prüfung durch die Staatsanwaltschaft nichts herausgekommen ist und das Verfahren jetzt dann eingestellt wird‘.

Schaudern könnte einem, wenn man ans Schaudern nicht schon so gewöhnt wäre.

Zum Nachlesen: Lebenshilfe Tirol: Der Wohnrechte-Betrug


   
  „Schnäppchen“- Wohnung Streitberger-Eberle: Mietkauf oder Schenkkauf?   [27.01.2012]

Der Kauf einer bisher gemeinnützigen 100 m²-Wohnung in Innsbruck (Sieglanger) um etwa die Hälfte des wahren Wertes durch die prominenten und wohlbestallten Eheleute Franz Streitberger und Kathrin Eberle regt die Leserinnen und Leser dieser Seite besonders auf.

Wenn Franz Streitberger jetzt dem „Kurier“ gegenüber erklärt, die Wohnung sei bisher von seiner Familie mit einer „Kaufoption“ gemietet gewesen, dann will er wohl suggerieren, die bisherige Miete sei eine Anzahlung auf den Kauf gewesen. „Kaufoption“ soll offenbar an „Mietkauf“ denken machen. Abgesehen davon, dass es „Mietkauf“ von gemeinnützigen Wohnungen damals (1969) noch nicht gab, war auch der geleistete Mietpreis von zuletzt gerade einmal mickrigen 138,26 netto monatlich nicht geeignet, als Vorleistung auf einen Kauf dienen zu können.

Das ist kein Mietkauf, sondern ein Schenkkauf, eine Mischung aus kaufen und geschenkt bekommen.

Im selben Haus, in dem Streitberger-Eberle diesen Glückstreffer 2011 gelandet haben, Weingartnerstraße 111, im selben Stock sogar, Tür an Tür, hat im Jahre 2007 eine um die Hälfte kleinere Wohnung (zwei Zimmer statt vier Zimmer, noch dazu ohne Garage) um damals 135.000 Euro den Besitzer gewechselt, das sind heute indexberichtigt mehr als 145.000 Euro.



Weingartnerstraße 111, Top 3, kleine Wohnung mit 50 Anteilen – Kaufpreis 2007




Weingartnerstraße 111, Top 4, große Streitberger-Wohnung plus Garage 2011 mit 99 Anteilen – Kaufpreis 2011

   
  Auch Switaks Budgetchef hat sich eine „Schnäppchen“-Wohnung gekrallt    [24.01.2012]

Vier Zimmer, Küche, Bad, WC, Vorraum, Loggia, Kellerabteil und Garage in Innsbruck (Sieglanger) zum Kaufpreis von 92.100 Euro, das passiert nicht jedem. Franz Streitberger und seiner Frau ist dieses Glück im Juli 2011 zuteil geworden. Aber er ist auch nicht irgendwer. Er ist Leiter des Budgetwesens im Amt der Tiroler Landesregierung und Schwiegersohn von Ferdinand Eberle.
Beim Verkäufer der Wohnung, das macht die Sache noch brisanter, handelt es sich um die „Tiroler Gemeinnützige Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft m.b.H.“ (TIGEWOSI).







Die Immobilienpreise in Innsbruck steigen rasant. Aber nicht für alle. Die aus Steuermitteln geförderte „gemeinnützige“ Wohnung von Streitberger-Eberle ist weit mehr wert als 92.100 Euro.

Sind Streitberger-Eberle Sozialfälle? Nein. Streitberger sitzt auf einem Beamtenposten der Dienstklasse VIII. Ihn hatte noch Ferdinand Eberle als Finanzlandesrat dorthin gehievt, während er als Aufsichtat der Brennerbasistunnel-Gesellschaft seine Tochter Kathrin bei der Brennerbasistunnel-Gesellschaft untergebracht hat.
Streitberger-Eberle besitzen bereits ein Reihenhaus in Polling. Sie brauchen die neue Immobilie nur als Wertanlage und zur Weitervermietung.



Franz Streitberger, Kathrin und Ferdinand Eberle

Ich habe Streitberger gefragt, ob es für den „sagenhaft günstigen Preis“ eventuell „eine ‚natürliche‘ Erklärung“ gibt. Offenbar ist ihm auch keine solche eingefallen, jedenfalls wollte er sich zum Spottpreis nicht äußern.
So bleiben uns nur Mutmaßungen. Die Hypo-Connection von Franz Streitberger (Mitglied des Aufsichtrates der Hypo-Anteilsverwaltung) und Manfred Tschopfer (Vorstand der Hypo-Anteilsverwaltung) spielt da sicher keine Rolle, auch wenn Tschopfer Aufsichtsratsvorsitzender bei der TIGEWOSI ist. Sicherlich reiner Zufall auch, dass die beiden in Switaks-Finanzressort mit den Zimmer-Nummern 250 (Tschopfer) und 255 (Streitberger) Quasi-Nachbarn sind.

   
  ÖVP-Landesstudio Tirol   [20.01.2012]

   
  ÖVP = Headquarter und Headquarter = ADpartners und ADpartners = ÖVP    [17.01.2012]

Die Geschichte geht so:
Martin Malaun ist Organisationsleiter der ÖVP Tirol unter Krieghofer.
Martin Malaun gründet die Agentur Headquarter.
Headquarter betreut ÖVP-Wahlkämpfe (Marek, Schützenhöfer, Pröll, Strasser, van Staa usf.).
Heaquarter erhält Großaufträge aus ÖVP-geführten Ministerien (Strasser, Platter, Fekter, Mikl-Leitner usf.).
Headquarter erhält Großaufträge der von der ÖVP geführten Landesregierung (2008 ff.)
Malaun wechselt von Headquarter zurück zur ÖVP Tirol (2011).
Die Organisationsreferentin der ÖVP Tirol Daniela Kampfl wechselt zu Headquarter (2011).
Die arg havarierte Agentur Headquarter wird in ADpartners Advertising & Design umbenannt (2012).
Hannes Frischmann, Pressereferent der ÖVP Tirol und zuletzt des ÖVP-Parlamentsklubs wechselt zu ADpartners (2012).

Der Wahlkampf von ADpartners für die ÖVP Tirol kann beginnen.



   
  Schultz-Werbetafeln „Außer Betrieb“    [15.01.2012]

Die BH Schwaz teilt mit:
„Das Verfahren bezüglich der Werbeeinrichtung Schlitters wurde abgeschlossen. Die Werbeeinrichtung wurde entfernt.“

Vorher – Nachher (Schlitters)






Auch die Werbeeinrichtung beim Schultz-Büro in Fügen ist am Freitag, 13.1.2012 abmontiert worden.

Vorher – Nachher (Fügen)






PS. Aber es hat alles gebraucht! Ich habe am Montag dieser Woche dem Bezirkshauptmann noch einmal den Ernst der Lage, seiner Lage, klar machen müssen. Darauf hin erst ist er schließlich aktiv geworden.

   
  Wer die HYPO-Berichterstattung der Tiroler Tageszeitung steuert    [13.01.2012]

Er steht gar nicht im Impressum, und auch in der dieser Tage veröffentlichten „Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz“ findet sich kein Hinweis auf ihn. Ich hab nachgeschaut.

Der Leiter der Hypo-Redaktion in der TT heißt Wilfried Stauder. Er entscheidet, was dort über das Hypo-Desaster geschrieben wird, wann dort über das Hypo-Desaster geschrieben wird und wie dort über das Hypo-Desaster geschrieben wird - und vor allem, was dort über das Hypo-Desaster nicht geschrieben wird.
Wilfried Stauder ist von Hermann Petz, seinem ehemaligen Arbeitskollegen bei der Sparkasse Innsbruck, zur Moser-Holding geholt worden. Er ist auch deren Steuerberater. Jener Wilfried Stauder, der seit 2008 weit über seine Kompetenzen als Aufsichtsratschef hinaus in der Hypo Tirol anschafft und ihr Desaster verantwortet.



Über Wilfried Stauder, ÖVP-Landtagsabgeordneter, ÖVP-Finanzsprecher, Landeshauptmann-Berater und -Aspirant in einem, steht da so wenig wie dank diesem in der TT über das wahre Ausmaß und die wirklichen Hintergründe des Hypo-Showdowns steht - „in völliger Unabhängigkeit von politischen und wirtschaftlichen Interessensgruppen“ (siehe oben).

Bei der Vernebelung der Zusammenhänge ist ihm da ein gewisser Georg Hofherr behilflich, der seit seinem unfreiwilligen TIWAG-Abgang nun der Hypo fette Beraterhonorare schreiben darf. Hofherr ist übrigens auch der PR-Berater von Stauders Wirtschaftsprüfer-Kanzlei, deren Klient seine Agentur Hofherr wiederum ist. Noch Fragen?
Wie? Ob die Moser-Holding ihre Schulden von 50 Millionen Euro bei der Hypo Tirol Bank hat? Weiß ich nicht. Aber dass die Hypo zu den bedeutendsten Inserenten der TT zählt.



   
  Die Post bringt allen was    [12.01.2012]

Das ist mir nun aber auch noch nie passiert. Gestern in meinem Briefkasten:



Ohne Schmäh. Kein Fake.

Auch noch nie passiert, stimmt so nicht ganz, siehe: hier und hier (Beilage 1 und Beilage 2)

   
  Das personifizierte Parteibüchl    [10.01.2012]



   
  Sind 13.000 Euro monatlich für die Frau Landesrätin Zoller-Frischauf-Ebner wirklich zu wenig?    [06.01.2012]

Es gibt ungefähr 225 gewerbliche Fotografen in Tirol, die technisch und handwerklich in der Lage sind, den Landeshauptmann abzufotografieren. Aber nein, es muss das Fotostudio der Frau Landesrätin sein, dem ein ums andere Mal der Auftrag des Landes für diesen Job zugeschanzt wird.

Im unten dokumentierten Beispiel geht es um Erinnerungsfotos von irgendwelchen Händeschütteleien mit dem Landeshauptmann, die dieser dann auf Kosten des Landes und mit Begleitschreiben des Landes zusenden lässt. (Zum Schutz der darauf mit einem in die Kamera starrenden Platter abgebildeten Personen haben wir die Vorderseite abgedeckt.





Die Firma Frischauf-Bild wird auch sonst mit jeder Menge Aufträge des Landes und landesnaher Betriebe (Ferdinandeum, Zeughaus, Villa Blanka, AZW, MCI usw. ) sowie wirtschaftskammernaher Betriebe (Wifi, Management Club, Tiroler Qualitätshandwerk usw.) bedient.

Wenn Platters Parteifreundin Zoller-Frischauf-Ebner (hier) vielleicht schon demnächst aus der Landesregierung fliegt, so wird doch etwas aus ihrer unsäglichen Amtszeit weit darüber hinaus Bestand haben. Der in diesen Jahren erworbene Kundenstock ihres Unternehmens.

   
  Wie die TT die Sache mit dem Ex-ÖVP-Landtagsabgeordneten Krieghofer als ORF-Direktor sieht   [03.01.2012]



   
  Eine durch und durch ranzige Partei    [02.01.2012]



Manchmal braucht man als Nichteingeweihter schon unheimlich lang bis es schnagglt. Heute erst versteh ich, warum sich die ÖVP im Jahre 2009, der Ranzen von Switak war grad in Auftrag gegeben, ein neues Logo verpasst hat, das seitdem jede Ausgabe der Parteizeitung „ziert“.

Zur Erinnerung

   
     
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