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Tagebuch Einträge 2017
[alle des Jahres 2017 auf einer Seite anzeigen]

2017-02-19
Der Millionen-Betrug von Haiming und die Tiroler Lückenpresse


2017-02-15
Ragout aus Ungarn, Gröstl aus Deutschland, Architektur aus Norwegen


2017-02-14
„Kastriert die Schweine!“ - Wie die Tiroler FPÖ in den Wald hineinruft …


2017-02-08
Tirol 4.0 is great! So great! It’s tremendous! Believe me!


2017-02-06
Anklage wegen „Aufforderung zum Verbrechen des Mordes“ auf Abwerzgers Facebook-Seite


2017-02-01
Pressefreiheit Tirol 4.0


2017-01-30
Vielleicht ein Anwalt für Herrn Abwerzger


2017-01-28
Eine Wiederholung aus aktuellem Anlass: Günther Platter, die TT und die ORF-Pressestunde


2017-01-23
Der „Fall Handl“


2017-01-19
Abgeordneten-Immunität aufgehoben: Ermittlungen gegen FPÖ-Obmann A. und seine „best geschützteste Seite aller Politiker“ beginnen


2017-01-17
Schwer zu empfehlen: Gasthaus in Obsteig


2017-01-15
Das Problem mit dem Fortschritt - das neue TIWAG-Rätsel


2017-01-12
Wallnöfer-Altlast Thomas Gasser soll zur IKB entsorgt werden


2017-01-10
Claus Meinert (Tirol Krone) wegen Pauschalverunglimpfung und Diskriminierung vom Presserat verurteilt


2017-01-09
Verdacht des Vergehens der Verhetzung


2017-01-06
„Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist.“ (Goethe)


  Der Millionen-Betrug von Haiming und die Tiroler Lückenpresse   [19.02.2017]

Die Tiroler Tageszeitung hat in ihrer landesweiten Ausgabe noch mit keinem einzigen Wort darüber berichtet, wie die TIWAG zehn Hektar Gewerbegrund, der ihr rechtsmäßig nicht gehört, an den Speckfabrikanten Handl verkauft hat. Ist ja nur der größte Industriebetrieb des Oberlandes und ist ja nur der größte Nahrungsmittelproduzent Tirols. Und es geht ja nur um das größte Landesunternehmen.

Okay, die TIWAG hat die Hypo gerettet und deren Aufsichtsratsvorsitzender ist auch Aufsichtsratsvorsitzender der Tiroler Tageszeitung. Okay, der TIWAG-Eigentümervertreter und der TT-Vorstandschef üben ungeniert seit Jahren gemeinsam in aller Öffentlichkeit auf ihren Blasinstrumenten (z.B. hier) und auch die beiden Chefredakteure der TT hupfen, wenn die TIWAG pfeift (hier).

Aber wie steht man dann da als TT, wenn in angesehenen nationalen und internationalen Medien große Geschichten über den Fall Haiming erscheinen?
Allein in den vergangenen fünf Tagen gab es zum Beispiel diese Berichte:




Süddeutsche Zeitung, 14. Februar 2017 - vergrößern




The Times (London), 15. Februar 2017




Ö 1 Mittagsjournal (ORF), 18. Februar 2017 - nachhören





Profil, 19. Februar 2017 - als PDF lesen


Außerdem berichteten zuletzt u.a. auch schon die Daily Mail, Russia Today, Times of Israel, Expressen (Schweden) und der Daily Mirror.

   
  Ragout aus Ungarn, Gröstl aus Deutschland, Architektur aus Norwegen    [15.02.2017]

Früher einmal warb die Tirol Werbung für neue Tiroler Architektur und mit ihr für Tirol und für sich selbst, heute, im Zeitalter von TirolBerg und Tirol 4.0, beauftragt sie die norwegisch-amerikanische Architekturfabrik Snøhetta Arkitektur og Landskap mit der Planung einer neuen Dependance am Eingang zur Innsbrucker Altstadt (Burggraben 3).
Ohne Ausschreibung, ohne Wettbewerb.

In Tirol hätte es eine ganze Reihe ausgezeichneter Architekten, auch mit Preisen ausgezeichneter Architekten gegeben, die so einen Auftrag einer öffentlichen, mit Pflichtabgaben finanzierten Einrichtung mit großer Freude angenommen und großem Engagement ausgeführt hätten.

Wie könnte ein Bau der Tirol Werbung spitzenmäßiger für Tirol werben, als mit spitzenmäßiger Tiroler Architektur?

Wer hat zu verantworten, dass dies nicht passiert?



   
  „Kastriert die Schweine!“ - Wie die Tiroler FPÖ in den Wald hineinruft …   [14.02.2017]

Fabian Walch, Bezirksparteiobmann der FPÖ Reutte (und inzwischen auch Pressesprecher und Landesparteisekretär), tritt als Gastkrakeeler bei einer AfD-Veranstaltung in Garmisch-Partenkirchen auf.

Naturgemäß schallt es entsprechend zurück (ab Minute 0:52).



Fabian Walch ist übrigens einer der angeblich drei Moderatoren von Abwerzgers Facebook-Seite, wo auch ununterbrochen kastriert, gehängt und angezündet wird.

   
  Tirol 4.0 is great! So great! It’s tremendous! Believe me!   [08.02.2017]

Nach der komplett verunglückten Präsentation einer Luftblase mit dem Titel „Tirol 4.0“ und einer leider bekannt gewordenen peinlichen SMS musste gestern über höhere Weisung eine komplette Zeitungsseite in die TT eingerückt werden, eine „entgeltliche Einschaltung“ ohne Entgelt, getarnt als redaktioneller Beitrag, der den geplanten ÖVP-Wahlkampfschlager „Tirol 4.0“ noch irgendwie retten sollte.
Den unmöglichen Versuch unternommen hat der durch einen Schuss ins Knie bereits schwer angeschlagene, nun, Querdenker, glaub ich nennt man das, wenn man komplett ansteht und nichts weitergeht, Andreas Braun.

Sein Text, nein, so kann man das nicht sagen, der Text, den Andreas Braun bei der TT als den seinen abgegeben hat, ist hier nachzulesen: Expedition in Tirols Zukunft


Ein paar Schlüsselpassagen:


Frank Meyer:
Was man heute vorfrisst, muss man später meist nachhungern.

Andreas Braun:
Wir haben leichtsinnig vorgefressen, nun müssen wir … um nicht bitter nachhungern zu müssen.



Roland Baader:
Sozial- und Wohlfahrtstaates erzeugte und genutzte Risikoscheu und Sicherheitsmanie der Menschen ist das größte aller Risiken einer Volkswirtschaft und führt über die Erosion...

Andreas Braun:
Perversion des Sozial- und Wohlfahrtsstaates durch Überdehnung, Erosion der Volkswirtschaft durch Überregulierung, Risikoscheu und Sicherheitsmanie …



Die Presse:
Schutzgeld für den Sozialstaat. ... für höhere Steuern auf Besitz … den gefräßigen Staat

Andreas Braun:
Schutzgelder … an den gefräßigen Staat“



Otto Scharmer:
um einen Weg von einer Egosystem- zu einer Ökosystem-Wirtschaft zu finden....

Andreas Braun:
von alten Egosystemen zu neuen Ökosystemen



Peter Sloterdejk:
Umrüstung der Technosphäre auf homöotechnische und biomimetische Standards würde ….

Andreas Braun:
Technik durch Umrüstung auf biometische und homöotechnische Standards



Alles ohne Quellenangabe, versteht sich.



It’s huge! It’s great! Tirol 4.0 is the greatest 4.0 ever!

   
  Anklage wegen „Aufforderung zum Verbrechen des Mordes“ auf Abwerzgers Facebook-Seite   [06.02.2017]

In der Serie von Mordaufrufen auf der Facebook-Seite des Tiroler FPÖ-Obmanns gibt es einen ersten Strafantrag der Staatsanwaltschaft Innsbruck, dem weitere folgen werden.

„Kugel in kopf und ab in ein loch….“ schrieb da ein Abwerzger-Fan im Juni 2016. Ausgelöst wurde, wenn schon nicht die „Kugel in kopf“, so doch das Posting „Kugel in kopf“ durch Abwerzger himself.



Das Ermittlungsverfahren gegen Ferdinand B. wurde dagegen eingestellt. Er hat zwar, wie die Staatsanwaltschaft sagt, die Tötung von Asylwerbern gutgeheißen, „aber nicht seinerseits (wie Patrick H.) dazu aufgefordert. Das Gutheißen von Straftaten ist aber nur dann strafbar, wenn es sich auf eine tatsächlich bereits passierte, konkrete Straftat bezieht. Das war nicht der Fall.“


Das Posting von Patrick Karl Huter war mindestens 50 Stunden - wie die Staatsanwaltschaft das nennt - „einer breiten Öffentlichkeit zugänglich“. 50 Stunden sind für das hektische Facebook eine ganze Ewigkeit. Gelöscht wurde es erst, nachdem ein anderer Facebook-Nutzer es gemeldet hatte.

Herr Abwerzger gibt ja damit an, dass er drei Moderatoren beschäftige, welche Hasspostings umgehend löschen würden. Wie oft müssen diese dann da wohl drübergelesen haben? Oder aber, zweite Möglichkeit, sie haben den „Aufruf zum Töten“ (Staatsanwaltschaft) bewusst stehen gelassen.



Zu den drei anständigen Moderatoren der Faceboook-Seite Abwerzgers kommt ja auch noch er selber, ist er doch schier pausenlos online – im Zug, im Auto, im Landtag, beim Ball, beim Familienausflug, Tag und Nacht. Wenn er schon ununterbrochen Leute zu widerlichen Kommentaren aufhussen kann, dann könnte er die allerwiderlichsten oder zumindest die kriminellen doch auch selbst löschen. Möchte man meinen.

Die Hauptverhandlung in Sachen „Kugel in kopf und ab in ein loch…“ ist für den 15. März 2017 anberaumt.

   
     
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