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Tagebuch Einträge 2017
[alle des Jahres 2017 auf einer Seite anzeigen]

2017-01-23
Der „Fall Handl“


2017-01-19
Abgeordneten-Immunität aufgehoben: Ermittlungen gegen FPÖ-Obmann A. und seine „best geschützteste Seite aller Politiker“ beginnen


2017-01-17
Schwer zu empfehlen: Gasthaus in Obsteig


2017-01-15
Das Problem mit dem Fortschritt - das neue TIWAG-Rätsel


2017-01-12
Wallnöfer-Altlast Thomas Gasser soll zur IKB entsorgt werden


2017-01-10
Claus Meinert (Tirol Krone) wegen Pauschalverunglimpfung und Diskriminierung vom Presserat verurteilt


2017-01-09
Verdacht des Vergehens der Verhetzung


2017-01-06
„Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist.“ (Goethe)


  Der „Fall Handl“   [23.01.2017]

Auf dem Gelände des ehemaligen Haiminger Zwangsarbeiterlagers und westlich davon, alles Grundstücke, die den Besitzern von den Nazis abgepresst wurden, will der Speckindustrielle Handl seine neue Betriebsstätte errichten.




Noch die Zwangsarbeiter waren aufgeteilt in die Minderwertigen und in die noch Minderwertigeren - in massiv überbelegten Lagerbaracken (z.B. 103 Mann statt 93). Und neben einer „Küche f. deutsche Arbeiter“ gab es auch eine „Ausländerküche“ und – für die allerletzten in der Lagerhierarchie – eine „Russenküche“ (vergrößern).

Und es gab dort auch einen Schweinestall (im Lageplan: oben Mitte), wo Handl jetzt seine automatisierten Produktionsstraßen für noch mehr Massenspeck aus noch mehr Massenschweinehaltung hinsetzen will.

Dieser Boden ist schwer belastet, doppelt, historisch und mit Rückkaufrechten. Mehr.


Hier wird über den "Fall Handl" im Forum diskutiert.

   
  Abgeordneten-Immunität aufgehoben:
Ermittlungen gegen FPÖ-Obmann A. und seine „best geschützteste Seite aller Politiker“ beginnen
   [19.01.2017]

Markus Abwerzger am 10. Jänner 2017 auf seiner Facebook-Seite, nachdem die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen gegen ihn wegen des Verdachts der Verhetzung öffentlich gemacht hat:




„In angemessener Frist nachgekommen“?

Nein.
Nur als Beispiel:

„Kugel in kopf“ war auf Abwerzgers Facebook-Seite mindestens 39 Stunden lang online:




„Erst schießen und dann erst fragen!“ war auf Abwerzgers Facebook-Seite rund 50 Stunden lang online:




„Verirrung einer 9mm Patrone in ein lebenswichtiges Organ“ war auf Abwerzgers Facebook-Seite 53 Stunden lang online:




„Extra einen Filter eingebaut“?

Was soll denn das für ein Filter sein, der nicht einmal „gewisse Worte“ wie „Erschießen!“ Erschlagen!“ „Aufhängen!“ „Anzünden!“ enthält?

Da will jemand die Staatsanwaltschaft verarschen. Ganz klar.

   
  Schwer zu empfehlen: Gasthaus in Obsteig   [17.01.2017]

Ich weiß nicht, was die Touristiker, die sonst bei jedem kritischen Huster immer gleich einen Schaden für das Image des Landes sehen, dazu sagen. Hörl zum Beispiel.

Der Wirt vom Lehnberghaus in Obsteig, ein ausländerfeindlicher Ausländer, der penetrant den Lederhosentiroler heraushängen lässt, macht seit Monaten Werbung fürs Gastgewerbe auf seine Art.
Mit Mordaufrufen gegen Menschen, die flüchten:








Das Posting ist immer noch online. „AK 47“ = Kalaschnikow (Awtomat Kalaschnikowa, 1947)


Die Köchin des Gasthauses, Klaudia Stigger, ist übrigens von derselben Sorte:




Ein Besuch bei Kai Oliver Hähnel ist schwer zu empfehlen.
Ich mein: den Leuten vom LKA.


Hier geht’s zur Hass-Seite dieses „Gast“wirts.

   
  Das Problem mit dem Fortschritt - das neue TIWAG-Rätsel   [15.01.2017]

„Überhaupt hat der Fortschritt das an sich, dass er viel größer ausschaut, als er wirklich ist.“

Johann Nepomuk Nestroy (1847)


Gut, man kann sagen, die ganze TIWAG ist mir spätestens seit Bruno Wallnöfer ein Rätsel, aber hier soll’s um eine Heimhörerfrage zum aktuellen TIWAG-Notstand an der GKI-Baustelle im Oberen Gericht gehen.
GKI, das stand einmal für Grenzkraftwerk Inn, dann für Gemeinschaftskraftwerk Inn, jetzt eher für Ganz Katastrophales Investment.

Für das Ausfräsen des 23 km langen Triebwasserstollens wären an sich zwei Tunnelbohrmaschinen eingesetzt, „Zauberbohrer“, vielversprechend die eine genannt, „Vielfraß“, womöglich eine Spur zu optimistisch die andere. Nun, soviel darf verraten werden, gefressen haben die beiden bisher - vor allem Budget (hier).
Man kann die Baustelle getrost eine Art Übungsbaustelle nennen, bei der verschiedene Firmen ausprobiert werden, einem Fußballtestspiel vergleichbar, bei dem unumschränkt Spielereinwechslungen möglich sind.

Vielleicht noch ein kleiner Hinweis vorweg, damit die Lösung der Rätselaufgabe etwas leichter wird: die Baufirma (Hochtief), die im Herbst 2015 mit dem Stollenvortrieb begonnen hat, hatte auch die Aufträge für die Elbphilharmonie in Hamburg und den Flughafen in Berlin.

Aber bleiben wir in Tirol und vergleichen wir den Stollenbau der TIWAG 2015-2020 lieber mit dem Bau des Eisenbahntunnels durch den Arlberg von 1881-1884. Zusatzinfo: Der Ausbruchquerschnitt bei letzterem betrug mit 85 m² das zweieinhalbfache des TIWAG-Stollens (33,2 m²).

Rätselfrage:

Wer schafft mehr Meter Felsdurchbruch pro Tag? Sind es „Zauberbohrer“ und „Vielfraß“ heute im Oberinntal oder waren es die Arbeiter im 19. Jahrhundert am Arlberg mit ihren damaligen Möglichkeiten?




Zu gewinnen gibt es einen ruhigen Tag Ihrer Wahl an der „Baustelle“ des GKI. Zum Chillen und Relaxen.


Auflösung:

Der Arlbergeisenbahntunnel wurde seinerzeit - statt wie vorgesehen in fünf Jahren - in vier Jahren fertiggestellt. Das GKI wird dagegen - statt wie angekündigt 2018 - allerfrühestens 2020 in Betrieb gehen. Die Arbeiter im Arlberg schafften anno dazumal einen Tunnelvortrieb von 7,30 Meter pro Tag. Die GKI krebst bis dato beim viel kleineren Stollen bei einem Tagesdurchschnitt von knapp 7 Metern pro Tag herum.

   
  Wallnöfer-Altlast Thomas Gasser soll zur IKB entsorgt werden   [12.01.2017]

Der noch von all-time-TIWAG-Kapazunder Bruno Wallnöfer in den TIWAG-Vorstand gehievte Thomas Gasser dürfte mit Ende dieses Jahres zu den Innsbrucker Kommunalbetrieben (einer 49%igen TIWAG-Tochter) abgeschoben werden. Die gestern erfolgte Ausschreibung eines Vorstandspostens ist passgenau auf ihn zugeschnitten:


Um möglichst auszuschließen, dass sich trotzdem auch eine fachlich qualifizierte Person um die Stelle bewirbt, wurde sie sicherheitshalber nur in der Tiroler Tageszeitung (11.1.2017) ausgeschrieben.

Übrigens werden formell auch der kaufmännische und der bautechnische Vorstandsposten bei der TIWAG selbst neu ausgelobt, wobei heute schon feststeht, dass der Nachfolger von Erich Entstrasser Erich Entstrasser und von Johann Herdina Johann Herdina heißen soll.

Dass - trotzdem der Nachfolger von Herdina nur im Herdina-Büro gesucht wird und nach dem Entstrasser-Nachfolger ausschließlich in den Räumlichkeiten von Entstrasser Ausschau gehalten wird - dass also trotzdem das sündteure Wiener Personalberatungsunternehmen mit der Fahndung nach den beiden betraut wird (hier), hat schlicht und einfach damit zu tun, „dass wir’s ja haben bei der TIWAG“, d.h. das Geld weiterhin beim Fenster hinausschmeißen können, allen momentanen Pleiten zum Trotz.


Zu Wallnöfer und seiner Vorstands-Erfindung Gasser ist hier einiges nachzulesen:

TIWAG-Vorstandsbestellung: Transparent oder nur sehr, sehr durchsichtig?

Von Wirtschaft versteht Bruno Wallnöfer was. Von Vetternwirtschaft.


   
     
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