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Gerichtstrolle

Gustav Kuhn & Co. haben dieser Tage vier weitere Klagen gegen mich eingebracht, viere auf einen Schnall. Es sind nun und bis hierher zwölf. Hat es das gegen einen Publizisten, Autor, Journalisten, was immer, in Tirol schon einmal gegeben – wegen eines (!) Artikels? Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn, elf, zwölf Klagen.

Die Gerichte haben offenbar zu wenig Arbeit, die Richterinnen und Richter in Innsbruck zu wenig zu tun. Kuhn & Co. schaffen da Abhilfe. Wenn es sein muss, und es muss offenbar sein, auch mit Sinnlosklagen, auch mit doppeltgemoppelten, auch mit aussichtslosen.

Würden Haselsteiner und Co. auf die Gerichte vertrauen, würden ein oder zwei Klagen reichen. Tun sie aber augenscheinlich nicht. Wenn ein Oligarch wie er, der durch meine Beschreibung und umfassende Dokumentation der Zustände bei „seinen Festspielen“ offenbar am wundesten Punkt getroffen ist, unter Zuhilfenahme eines gewesenen Justizministers zwölf Klagen mit geforderten Streitwerten und Entschädigungssummen jenseits der halben Million Euro gegen einen namentlich nicht weiter bekannten Ötztaler Blogger (© Tiroler Tageszeitung) raushaut, dann geht’s nicht mehr um Recht, sondern nur noch um Vernichtung. Durch Instrumentalisierung der Gerichte.




Es geht nicht um Recht und Gerechtigkeit in einer vielleicht strittigen Sache, sondern, sie sagen’s ja selber, um „Kein Pardon!“ gegen den Überbringer der Nachricht von den Zuständen in Erl. Geäußert am Tag nach der Rückziehung der zwei Medienklagen gegen mich. (ORF Tirol, 18.5.2018)


Sie vertrauen auf die Gerichte? Nein, auf das Geld von Haselsteiner.

Der Rechtsvertreter von Gustav Kuhn, Hans Peter Haselsteiner und der Tiroler Festspiele Erl BetriebsgesmbH. schreibt in jede Klagschrift hinein, ich würde sie mit „blindwütigem Eifer“ verfolgen. Dieser ist, wie man sieht, vielmehr auf der anderen Seite zu finden. Ich kann mir, spätestens nach den jüngsten vier Klagen, auch nicht vorstellen, dass alles, was der wahnsinnig berühmte Anwalt der Gegenseite macht und tut, mit seinen Auftrag- und Geldgebern akkordiert ist.

Mit der losgetretenen Klagsflut sollen natürlich auch Zeuginnen, bevor sie daran denken, den Mund aufzumachen, eingeschüchtert werden, und Medien, die auch nur überlegen, meine Kritikpunkte zu referieren, davon abgeschreckt werden.

Meinen Artikeln über die Festspiele Erl schadet es aber nicht, wenn Haselsteiner & Co. die Aufmerksamkeit hoch halten. Mit den vielen Klagen richten sie erst recht den Spot und den Spott auf sich und auf die Zustände dort. Well done!




Wir sehen uns.

5.6.2018


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