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Geplante TIWAG-Ableitungen: Was passiert, wenn etwas passiert

Die TIWAG will im hinteren Sulztal (Gemeinde Längenfeld) zwei Gebirgsbäche ableiten und durch den Berg ins Kühtai schicken. Im August dieses Jahres gab es gleich unterhalb der geplanten Wasserfassungen zwei Mal knapp hintereinander Mureneinstöße in den jetzt noch kraftvoll fließenden und kraftvoll arbeitenden Fischbach. Er war noch in der Lage, die gewaltigen Mengen einmurenden Materials aus den Gaislehnkarlen „vorzu“ abzutransportieren und Gries und Längenfeld vor einer Katastrophe zu bewahren.

Ohne diese funktionierende natürliche und unbezahlbare Ausputzmaschine Fischbach hätten die Muren eine immer höhere Sperre gebildet und das TIWAG-Restwasser dahinter aufgestaut bis irgendwann der Damm durchgebrochen wäre und sich die Wasser- und Geröllmassen mit aller Wucht ins Ötztal gestürzt hätten.



TIWAG-Schönfärberei (oben): Es ist einfach, zwei Kreise in ein Bild einzuzeichnen, aber das Wasser der beiden abgeleiteten Bäche fehlt dann unterhalb der Fassungen und damit im Bachbett des Sulztales. Die gewaltigen Einmurungen in den Talbach ereigneten sich am 7. und 8. August 2015 bachabwärts nur ein paar hundert Meter unterhalb der Brücke (im Bild rechts).

Normalerweise rinnt in diesem unscheinbaren Graben westlich der Hinteren Sulztalalm um diese Zeit nicht einmal ein Bächlein, aber die Gaislehnkarlen oberhalb können natürlich bei einem heftigen Gewitter trichtergleich eine große Menge Wasser einfangen, das immer mehr Material aus dem Moränenhang löst und als riesige Festmaterial-Mure kerzengrad ins Tal herunterschießt und im rechten Winkel in den Fischbach hinein.

Schranbach und Fischbach abzuleiten heißt, sehenden Auges eine mögliche Katastrophe vorzubereiten:




7.9.2015


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