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Kultur in Alpbach oder Kleines Sommerrätsel samt sofortiger Auflösung

Seit bald zehn Jahren tourt der Werbe- und Reisefotograf Lois Hechenblaikner wie aufgezogen mit einer einzigen Idee durch halb Europa. Wo hat er sie denn her?

Weil er damit heute Abend sinniger Weise beim Fischler in Alpbach gastiert, oder hausiert, zu dem er ja ausgezeichnet dazupasst, weil dieser auch noch nie etwas Originäres geschaffen hat, sei es hier verraten: aus meinem Skizzenbuch von 2001. Ich habe den Indien- und Bhutanreisenden auf die Idee mit den Gegenüberstellungen gebracht, aber ich habe ihm nie erlaubt, sich hemmungslos an meinen Vorlagen zu bedienen.

Trotzdem hat er 2006 mit finanzieller Unterstützung des Landes einen Bildband veröffentlicht, in dem er viele meiner Motive einfach kopiert hat. Weil ich ihn dafür „Kopist“ und „Plagiator“ genannt habe und sein Tun „Karaoke“, ist er, ganz schlecht beraten, zu Gericht gelaufen. Was ihm aber gar nicht gut bekommen ist. Der dort geschlossene Vergleich untersagt es ihm dezidiert, konkrete Motive meines seinerzeitigen Ausstellungsprojekts „Tirol revisited“ nachzustellen und zu veröffentlichen. Hechenblaikner musste für die nicht genehmigte Verwendung meiner Sujets Pönale zahlen und das Buch einstampfen. Verschämt behauptet er heute auf seiner Webseite, es sei „vergriffen“.

Hier ein paar Entwürfe aus meinem Arbeitsbuch und die Nachbauten Hechenblaikners, deren weitere Verbreitung ihm gerichtlich verboten worden ist.










Second Hand: Vier Beispiele einer größeren Anzahl meiner Vorlagen, die Hechenblaikner bei Strafe nicht mehr plump imitieren darf. Was er „vergriffen“ nennt, ist nicht das Buch, sondern das, was er sich hat.


Wiederholungstäter

Aber er kann's, mangels eigener Ideen, nicht lassen. In der veränderten Neuauflage „seines“ Werks, dem kürzlich erschienenen Bildband „Hinter den Bergen“, hat er sich zum Beispiel an dieser Vorlage von mir vergangen, obwohl ihm per Gerichtsbescheid die „unfreie Bearbeitung“ u.a. auch genau dieses Motivs untersagt ist.



Meine Skizze von 2001 oben, Hechenblaikners Veröffentlichung 2015 unten (wieder blindlings "Gefördert vom Land Tirol"): Schöpferisch oder schlicht epigonal?

Soll ich zu Gericht gehen, wie er das gemacht hat?
Nein. Es gibt eine härtere Strafe in Tirol als sie die Gerichte derzeit zu bieten haben: Lebenslänglich auf dietiwag.org genagelt zu werden.

Vielleicht ein andermal mehr über diese pseudokritische Figur eines Werbefotografen auf Abwegen.


28.8.2015


Hier kann über die Fotokünste des Lois Hechenblaikner im Forum diskutiert werden.



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