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Platter als barmherziger Samariter, powered by TIWAG

Wie klein muss ein Landeshauptmann sein, dass er sich auf die Schultern der Ärmsten im Lande stellen muss, um ein bisschen größer herauszukommen! Günther Platter hat im Jahre 2010 auf Anraten seiner PR-Berater zu seiner eigenen höheren Ehre einen Armenfonds eingerichtet, aus dem heraus er ebenso gönnerisch wie öffentlichkeitswirksam Almosen verteilen kann, die ihm - wie hier gezeigt wird – in Wahrheit die TIWAG zusteckt.

„Landeshauptmann Günther Platter ist ständig bemüht, besonders den unverschuldet in Not geratenen Tirolerinnen und Tirolern zu helfen. Ein Blick auf die Aktivitäten von ‚Netzwerk Tirol hilft‘ genügt, um die vielfältige Hilfestellung unseres Landeshauptmannes für soziale Notlagen zu erkennen.“
Presseaussendung der Tiroler Volkspartei, 14.12.2010


Günther Platters Charityprojekt in eigener Sache nennt sich „Netzwerk Tirol hilft“. Es ist dies ein privater Verein, der seinen Sitz im Büro des Landeshauptmannes hat.

Es gibt die Sozialeinrichtungen, die In-Notbefindlichen zwei Hunderter als Überbrückung zustecken, längst. Seit Jahren und Jahrzehnten. Platter hat sich mit seinem „Netzwerk“ hier hineingedrängt aus rein egoistischen Motiven.

Statt „Das „Netzwerk Tirol hilft“ des Landeshauptmanns muss es grammatikalisch und politisch richtig heißen: Das „Netzwerk Tirol hilft“ dem Landeshauptmann.

Er treibt politisches Schindluder mit der Armut der Leute.
Damit er als Knecht Ruprecht durchs Land ziehen kann.

Das Netzwerk war von Anfang an ein Teil von Platters Wiederwahlnetzwerk.




Platter, Platter, Platter: Selbstbeweihräucherung des Landeshauptmanns auch in vielen Ausgaben der Landesregierungszeitung „Tirolerland“


Platter lässt sich von der TIWAG auf LH-Größe pimpen

Ganz selbstverständlich wird da in öffentliche Kassen hineingegriffen. Platter lässt sich sein soziales Getue und Getöse durch uns TIWAG-Kundensklaven sponsern, während er gleichzeitig drei Millionen Euro für seinen Wahlkampf ausgibt.

Gäbe es eine anständige Sozialpolitik, bräuchte und könnte der Landeshauptmann nicht einigen Vorzeigenotleidenden ein paar Hunderter hinschmeißen.

Platter inszeniert sich als der große Wohltäter und schickt die Rechnungen an die TIWAG.

Das geht so: Herbert Peer, der Netzwerkkoordinator im Büro des Landeshauptmannes, prüft an Land gezogene Bittgesuche und schickt sie zur Auszahlung an die TIWAG, konkret an die Assistentin des Vorstandes:





Das Vorstandsbüro gibt dann postwendend intern den Auftrag an die Kaufmännische Abteilung zur Anweisung der vom Netzwerk gewünschten Summe:




Das Ganze geschieht nicht hin und wieder, sondern laufend. Mir liegen ganze Stapel solcher Schreiben des Landeshauptmannbüros an den TIWAG-Vorstand vor (unten links) - samt dessen Auszahlungsaufforderungen an die TIWAG-Kassa (unten rechts).




Bis zu 30.000 Euro jährlich lässt sich die TIWAG auf diese Weise das öffentlich zur Schau getragene Samaritertum Günther Platters kosten.


Herr Platter, wo lassen helfen?

„100 Prozent der Spendengelder kommen den Betroffenen zugute. Das ist wichtig. Bei den Geldern handelt es sich auch ausschließlich um private Spenden.“
Herbert Peer, Platters Netzwerkkoordinator, gar nicht wahrheitsgemäß in der TT vom 20.6.2011


Das, was die TIWAG hier für den Landeshauptmann wieder groß verteilt, muss ja vorher von der TIWAG eingenommen werden.

Unten rinnt bei der TIWAG das Geld heraus, und wir füllen oben ständig nach.

Dass die TIWAG das mit Kundengeldern tut, ist nicht ihre Aufgabe. Sie soll die Stromtarife so gestalten, dass diese Not vielerorts gar nicht erst entsteht.

Das Netzwerk Tirol hilft nur dem Landeshauptmann. Den Bittstellern lässt er andere helfen.

Den einen wird bei Zahlungsrückstand von der TIWAG der Strom abgedreht, den anderen, die unterwürfigst zum Landeshauptmann betteln gehen, zahlt die TIWAG die ausstehende Miete.

Die TIWAG als Bankomat, an dem sich Günther Platter Tag und Nacht bedienen kann.

Dem Wallnöfer, der ihm das ermöglicht, steckt er, der Eigentümervertreter der TIWAG, derweil einen Jahres-Bonus von 100.000 Euro in den Arsch.

Weil das Büro Landeshauptmann oft selbst zu viel Geld und zu wenig dort demütig anklopfende Bittsteller hat, muss das Netzwerk sich immer wieder bei der Caritas und anderen Organisationen Hilfsbedürftige „besorgen“, die der Landeshauptmann dann öffentlichkeitswirksam mit zwei Hundertern beschenken kann.

An der Wohnungsnot und den Mietpreisen, an den Niedriglöhnen, den hohen Strom- und Heizkosten ändert das alles nichts.


Sie stehlen wie die Raben? Also als Tierfreund möchte ich das so nicht sagen.

Die unzähligen Fotos in den Platterblättern, auf denen er einen Riesenscheck (flächenmäßig riesig) an das „Netzwerk“ in der Hand hält, waren ebenso viele Gratiswerbeeinschaltungen für ihn.

Auch Liftbetreiber müssen an das Netzwerk Platters spenden oder meinen, an das Netzwerk spenden zu müssen, weil sie ja immer wieder etwas brauchen von ihm. Ein klarer Fall von Ablasshandel.

Alle, die von ihm etwas brauchen, tun gut daran, vorher beim Netzwerk etwas einzuzahlen. (hier).

Anfüttern ist ein schiaches Wort!

„Netzwerk Tirol“ ist also schon eine geniale Selbstbezeichnung für Platters Unterstützer. Treffender hätt ich’s auch nicht sagen können. Naja, „Tiroler Filz“ vielleicht.




Land und TIWAG subventionieren mit großen Summen „die Wiltener“, auf dass diese dann mit einem Teil davon wieder den Landeshauptmann subventionieren können.

Auch der Innsbrucker Eishockeyverein HCI musste im Jänner 2011 öffentlichkeitswirksam 5.000 Euro an Platters „Netzwerk Tirol“ spenden. Es war allerdings von vornherein ausgemacht, dass dem HCI diese Summe umgehend von seinem Sponsor TIWAG unter dem Titel „Sonderzuschuss“ ersetzt wird.

Nimmt man alles nur in allem, so ist dieses Netzwerk Tirol ein kleiner (im Vergleich harmloser) Teil vom groß eingerichteten Korruptionsnetzwerk Tirol.

Das Transparenzgesetz ist ein guter Witz. Mehr nicht.

Nach so vielen Bettelbriefen im Namen des Landeshauptmannes hat sein Netzwerkkoordinator auch keine Scheu mehr, in eigener Sache die TIWAG um ein Sponsoring anzupumpen: für das Faschingstreiben (!) (s)eines Schuhplattlervereins(!). Selbstbedienungsmentalität ist offenbar schwer ansteckend (hier). Dafür gibt’s ganz locker 1000 Euro, während es für die Fam. W. nur 400 Euro als „einmalige Unterstützung für Heizkosten“ gibt.

Sie haben unser Land zu einem durch und durch korrupten Land gemacht.


10.4.2013


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