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Lebenshilfe Tirol: Was wusste der Altvorstand?

Was ist schlimmer? Dass der alte Lebenshilfe-Vorstand von den Gaunereien der Führungsspitze Zobl und Rochelt nichts gewusst und auch nie nachgefragt hat, oder dass er davon gewusst, aber nie etwas dagegen unternommen hat?
Die jetzt vom alten Vorstand zusammengecastete Expertenkommission wird dringend auch die Verantwortung dieses alten Vorstandes für die Malversationen in der Lebenshilfe zu prüfen haben.

Die alten Vorstände sind von A – Z, das heißt von Alfred Hafner bis Kurt Zangerl, Teil des Problems und können daher unmöglich Teil der Lösung sein.

Als Zobl seinen Spezl Rochelt, den Geschäftsführer der GesmbH Lebenshilfe Tirol, im Frühjahr 2007 widerrechtlich mit 150.000 Euro abgefertigt und gleichzeitig mit 5.500 Euro monatlich (für 20 Wochenstunden) als Geschäftsführer beim Verein Lebenshilfe Tirol wieder angestellt hat, haben die Vorstandsmitglieder den Raffzahn Rochelt sogar noch unisono über den grünen Klee gelobt:



Wer sich zuerst so an den Blutsauger der Lebenshilfe heranschmeißt, sollte nicht zögern, ihn dann auch bei seinem Abgang zu begleiten.


Auch das ist Missbrauch (in) der Lebenshilfe

Wir brauchen hier nicht persönlich zu werden, aber ein fauler Apfel im Korb steckt die anderen Äpfel nach und nach an. Auch wenn Vorstandsmitglied Kurt Zangerl sich als Rechtsanwalt der Lebenshilfe (entgegen den von Zobl jetzt gestreuten Gerüchten) vermutlich nicht bereichert hat, ist die Optik eine schiefe. Ein anderes Vorstandsmitglied, Klaus Juen, Hofrat der Landesregierung, hat indes schon anderswo gezeigt, wie er aus der Gemeinnützigkeit einer öffentlichen Einrichtung seinen Eigennutz zu ziehen weiß. Immer gern dabei, wenn es darum geht, sich einen politischen Vorteil zu verschaffen, indem er seinem Mäzen einen wirtschaftlichen Vorteil verschafft, ist Vorstandsmitglied Jakob Wolf, Landtagsabgeordneter der ÖVP. Den Bau des Lebenshilfe-Wohnhauses in Umhausen hat er 2008 wie selbstverständlich seinem Sponsor , der Baufirma Auer zugeschanzt. Zumindest fragwürdig ist auch die von Vorstandsmitglied Murauer betriebene Verkaufsförderung für die handgeschöpften Schokotäfelchen ihrer Firma durch Lebenshilfe-Verpackung und Lebenshilfe-Präsentation:




Zweischneidig: Wirbt Frau Murauers Conditorei für die Lebenshilfe oder wirbt die Lebenshilfe für die Conditorei Murauer?


Der alte Vorstand, Zobl, Hafner, Jenner, Juen, Lutz, Murauer, Wolf, Zangerl, hat viel Schuld auf sich geladen

Wo waren die Altvorstände Murauer und Co., als Präsident Zobl 2005 dem Geschäftsführer Helmut Rochelt im Widerspruch zu dessen Dienstvertrag eine Sonderprämie von 14.400 Euro auszahlen hat lassen?

Wo waren sie, als 2003 für die Feier „40 Jahre Lebenshilfe“ im Kongress Innsbruck mehr als 72.573 Euro verpulvert wurden (Organisation Hofherr Communikation)?

Wo waren die Altvorstände Murauer und Co., als dem Geschäftsführer Helmut Rochelt knapp vor der Berechnung der Abfertigungsbemessungsgrundlage Ende 2006 sein Gehalt auf 10.000 Euro monatlich hinaufgeschnalzt wurde?

Wo waren sie, als Präsident Zobl eigenmächtig und klar statutenwidrig Jakob Wolf als kooptierten Vertreter der Bezirke in den Wahlvorschlag eingefügt hat?

Wo waren die Altvorstände Murauer und Co., als Zobl Bilanzen frisieren und gefälschte Unterlagen vorlegen ließ, um den für ihn lukrativen Einkauf im Objekt Bürgergarten (heutige Tintenburg der Lebenshilfe) zu erschwindeln?




Ehrenwerte Gesellschaft: Ehrenzeichen des Landes für Präsident Zobl 2008


Wo waren die Altvorstände Murauer und Co., als die Geschäftsführer Paul Barbist (2006) und Anton Laucher (2009), mit heutigen Monatsgehalt von je 11.200 Euro, ohne Ausschreibung eingestellt wurden?

Wo waren sie als van Staa und andere Regierungsmitglieder laufend für die Anstellung von persönlichen Bekannten in der Lebenshilfe intervenierten?

Wo waren die Altvorstände Murauer und Co., als Geschäftsführer Paul Barbist sich entgegen der strengen Vorgaben einen Opel Signum um ca. 42.000 Euro Listenpreis als Dienstwagen genehmigt hat?

Wo waren sie, als die Lebenshilfe ihrem bei der Gesellschaft ausgeschiedenen und beim Verein weiterbeschäftigten Geschäftsführer Rochelt 150.000 Euro an Abfertigung ausbezahlt hat?

Wo waren die Altvorstände Murauer & Co., als dem Geschäftsführer Rochelt wenige Monate vor seinem Ausscheiden ein nigelnagelneuer Volvo als Dienstauto genehmigt wurde?

Und, noch viel schwerwiegender!, wo waren sie alle zusammen, als die Zustände unten, bei den Behinderten und ihren Betreuern, immer schlimmer und schlimmer wurden?

Auszüge aus Postings und Zuschriften Betroffener an mich in den letzten Tagen:

Ich schäme mich für die Chefetage der Lebenshilfe. Ich selbst arbeite wie meine zahlreichen Kollegen an Wochen- und Feiertagen ohne Zulage und muss nun hören, wie sich die „obere Etage“ ohne Ende bereichert. Präsident Zobl benutz seinen behinderten Sohn nun auch noch, um falschen „Vertrauensvorschuss“ von der Bevölkerung zu erhalten. Ich kann, muss leider empfehlen, für die Lebenshilfe erst wieder zu spenden, wenn alle „Abzocker“ der oberen Etage entfernt wurden (das ist leider das einzige „Machtmittel“). Ein harter Schritt, als engagierte Lebenshilfe Mitarbeiterin die Empfehlung abgeben zu müssen, dass für die „eigene“ Organisation nicht mehr gespendet werden sollte.

Lebenshilfe-Mitarbeiterin


Ist es nicht traurig, wenn in einer Institution, die mit Behinderten arbeitet, so viel Angstpotential vorhanden ist???
Angst macht eng, Angst macht dumm und alle betroffenen, ob Mitarbeiter und Angehörige sind belastet genug und sollten entlastet und nicht belastet werden. Da läuft seit Jahren so viel schief......... es ist eine Katastrophe!!!
Das ist ein energieraubendes Arbeitsklima und die Arbeit mit Behinderten ist an sich schon eine große Herausforderung.
An den Beiträgen im Forum wird deutlich, wie sehr es in der LH unter der Decke brodelt. Schade, da geht so viel Energie der Mitarbeiter verloren, die trotzdem an der Basis immer noch bewundernswerte und gute Arbeit leisten und das muss mit aller Deutlichkeit gesagt werden.

Mutter einer behinderten Tochter


Als Mitarbeiter der LH-Tirol muss ich leider sagen, dass es den Kopf der Lebenshilfe nie wirklich interessiert hat, wie es dem Rest des Körpers geht. Sonst hätte man die Mitarbeiter in manche Entscheidungen involviert. Dies wurde aber immer tunlichst vermieden. Man kann nicht einfache Leute mit „wichtigen Dingen konfrontieren“, sonst hätte man wohl feststellen müssen, wie unwichtig man eigentlich selber ist.
Mitarbeiter, die nachgefragt haben, sind systematisch schikaniert worden, einige landeten auch im Burnout und mussten die Lebenshilfe aus diesem Grund „verlassen“ (in der Landesleitung und in den Bezirken).
Die Hierarchien sind so steil wie die Eiger Nordwand, der Informationsfluss so lang wie der Nil. Das Misstrauen gegenüber den Mitarbeitern ist ebenfalls sehr ausgeprägt, jetzt weiß ich auch endlich wieso. Wenn jemand das System ausnutzt, hat derjenige Angst, dass dies auch andere tun, und regiert deshalb so misstrauisch.

Lebenshilfe-Mitarbeiter


Ich bin seit vielen Jahren Mitarbeiterin in der LH Tirol. Immer schon wusste ich, dass etwas intern nicht stimmen kann, schließlich wird den Mitarbeitern an der Basis ständig misstraut, alles wird paranoid kontrolliert (außer die wirklich wichtigen Sachen).
Aufzeigen möchte ich auch, dass die Lebenshilfe sich trotz aller derzeitig aufkeimenden Probleme, immer wieder als Sauberinstitution darstellt, vor allem was den Umgang mit Menschen mit Behinderung betrifft. Dazu will ich nun endlich mal sagen, dass ich finde und weiß, dass dem nicht so ist. Ich durfte in den vielen Jahren schon in 2 Einrichtungen arbeiten, in denen Menschen mit Behinderung minderwertig behandelt werden, meiner Meinung nach teilweise menschenunwürdig (anschreien, Angst einjagen....). Das geht meist von den überforderten, inkompetenten Leitern aus und überträgt sich auf die MitarbeiterInnen, die nicht stark genung sind, selbst nachzudenken und zu handeln. Wenn man selbst den Schnabel aufmacht, wird einem mit Kündigung gedroht. Soviel zu Menschliches möglich machen.
Ich selbst habe eigentlich immer recht gerne in der LH gearbeitet, natürlich muss man schauen, unter welcher Leitung. Dazu möchte ich noch sagen, dass die MitarbeiterInnen an der Basis, die die eigentlich schwere und anspruchsvolle Arbeit verrichten, mit einem geringen Lohn abgespeist werden, während je weiter man nach oben schaut, auch die Gehälter kräftig mitwachsen. Ich bin davon überzeugt, dass die Arbeit an der Basis nicht weniger wert oder nicht weniger verantwortungsvoll ist, als die Arbeit der Fachbereichsleiter usw.....

Lebenshilfe-Mitarbeiterin


Die vorhandenen Mittel gehören an die Basis. Die qualifizierten Mitarbeiter sind an der Basis und dort weiß man was gebraucht wird. Eine schlanke Führung unter Einbindung der brachliegenden Ressourcen der wirklich sehr gut ausgebildeten Mitarbeiter würde die Kosten senken. Nur will niemand gerne seine „Macht“ abgeben.

Lebenshilfe-Mitarbeiterin


Eine gute Möglichkeit wäre, einen Kurator (unabhängiger Landesbeamter z.B. des Rechnungshofes) einzusetzen, allen Vorständen und Geschäftsfühern ihre Schlüssel und Dienstgeräte wegzunehmen und die Lebenshilfe Spitze von Grund auf neu aufzubauen.
Und fürchtet euch nicht, es gibt mehr als genug Ex-MitarbeiterInnen, die seit den frühen 90er Jahren die Lebenshilfe freiwillig oder unfreiwillig verlassen haben, die in der Lage wären, das Unternehmen binnen kürzester Zeit zu sanieren.

Aber ein politischer Wille gehört schon dazu! Auch kein Problem, ich glaube, so einig war sich die Tiroler Bevölkerung schon lange nicht mehr - ... würde vielleicht sogar ein paar Prozent Wählerstimmen bringen!?

Ex-Mitarbeiter der Lebenshilfe


War ihnen bekannt, dass es fast unmöglich ist schwer bzw. mehrfach behinderte Menschen und das trotz 22 jähriger zahlender Mitgliedschaft unterzubringen? Offensichtlich selektiert die Lebenshilfe ihr Klientel. Wo bleiben dabei die stärker beeinträchtigten behinderten Menschen. Ich befürchte dabei schon holländische Verhältnisse.
Als Vater eines behinderten Sohnes ist es mir jedenfalls ein Bedürfnis vielleicht auf diesem Wege eine Änderung dieser unhaltbaren Zustände bei der Lebenshilfe Tirol und auch bei unseren politischen Vertretern im Land Tirol zu erwirken.

Vater eines behinderten Sohnes


die wirklich guten mitarbeiter bleiben auf der strecke, die die von erfahrung, ausbildung usw. an der reihe wären und die mitläufer und „freunde“ der oberen steigen auf. es werden leiter eingestellt, die kein mensch zuvor gesehen noch gehört hat, aber die ziehen an einem vorbei und man muss dabei tatenlos zusehen. die anderen werden von einem moment auf den anderen für unfähige taugenichtse erklärt, obwohl die lebenshilfe davor geld in diese „anderen“ für ausbildungen und erfahrungen investiert hat. ich weiß, wovon ich spreche, ich bin ein opfer der umstrukturierung und der neuen positionierung der fachbereichsleiter und regionalleiter, mir ist es genau so ergangen wie den hier beschriebenen „anderen“. die personalpolitik der lebenshilfe ist völlig daneben, erfahrene mitarbeiter werden gegen irgendwelche arschkriecher ausgetauscht, die sich selbst gut verkaufen können und scheinbar "scheiße zu gold" machen können oder eher den anschein geben, es zu können und zu wollen.

Ex-Lebenshilfe-Mitarbeiter


Kolportierte 650.000 Euro kostet die neue Lebenshilfe Struktur mit 24 zusätzlichen Leitungspersonen (Handy, Autos, Büros, ..). „Die neue Struktur ist uns das wert“ hört man. Damit sind wohl die Mitarbeiter der Lebenshilfe gemeint. Warum kommt dieser „Wert“ vielen Mitarbeitern unwert, abscheulich, verfolgenswürdig oder verächtlich vor. Wohl deshalb weil ein Klient rund 15 Euro Taschengeld im Monat bekommt. Hier tritt der Wert auf Unwert. Was meinen Sie Herr Barbist, Laucher? Haben Sie die Klientinnen gefragt, ob Ihnen, das 600.000 wert ist? Waren Sie mutig genug, sich einer öffentlichen Diskussion zu dieser Struktur zu stellen. Was hätten die Assistenten, Klienten oder Angehörigen dazu gesagt, dass laufend Einsparungen bei der Verpflegung, bei Freizeitaktivitäten und notwendige Rehamaßnahmen gemacht werden müssen, nur weil Ihnen die Struktur das Wert ist, aus Angst um ihre Jobs? Mit welchen Stimmen sprechen Sie? Mit den Stimmen der Klienten? Mit den Stimmen des Vorstandes? Frau Murauer, stoppen Sie diesen Strukturwahnsinn. Auch die Bestellung der Personen ist undurchsichtig. Freunderlwirtschaft von Matzak, Gärtner und Co. an der Tagesordnung. Alles mit Deckung eines inhaltlich unfähigen Barbist. Zudem wird uns jetzt noch die marode Eule aufs Aug gedrückt. Von einer halben Million Euro Defizit wird gesprochen. Sanierung auf Kosten der Gelder von behinderten Menschen der Lebenshilfe. Geld das den Behinderten erneut fehlen wird. Was sagt Frau Murauer dazu? Ist sie darüber informiert? Findet sie das gut? Was sagen die Eltern dazu? Stoppen Sie diesen Wahnsinn und geben Sie das Geld für Klienten und mehr Assistenz aus. Lieber 70 Euro mehr Taschengeld für die Klienten als diese Struktur. 1 Leiter pro Bezirk genügt. Dazu drei inhaltliche Berater (Kinder, Arbeit, Wohnen). Schlank und damit effizient. Auch für die Verwaltung. Das würde auch im Sinne von Inklusion „wertvoll“ sein.

Lebenshilfe-Mitarbeiter


Warum müssen betagte Behinderte bis zum Lebensende in Werkstätten geschleppt werden? Auch wenn sie betteln darum daheim bleiben zu dürfen. Dass sie eine geringere Lebenserwartung haben ist bekannt..., doch so kommen scheinbar noch mehr Gelder rein?
Warum werden Behinderte extrem knapp gehalten, selbst wenn sie keinen Sachwalter haben? (Warum muss immer bei Diskontern Nahrung herangeschafft werden; niemals hochwertige Lebensmittel!)
Warum dürfen diese Menschen ihr verdientes Geld nicht ausgeben? Warum dürfen LH-MitarbeiterInnen nicht das Internet benützen, selbst für Recherchen für ihre Schützlinge? Warum wird nicht wertschätzend gut entlohnt, sondern die allerniedrigst mögliche BAGS-Verwendungsgruppe auch für gut ausgebildete AkademikerInnen herangezogen? Warum gibt es ein Schweigegebot bei drohender Kündigung? Warum sind Gewerkschaften, Personalvertreter etc. so leise? Wer kümmert sich um die Anliegen der Behinderten? Warum halten viele MitarbeiterInnen das nur mit „Drogen“ aus? Warum gibt es so viel MitarbeiterInnenwechsel? Warum gibt es keine (bzw. kaum) Kommunikationstrainings? Sind die schönen schwarzen Audis der Direktoren wirklich Fuhrpark? Warum werden in internen Supervisionen Behinderte als „Trottel“ bezeichnet, von sündhaft teuren externen Supervisoren...? Verwaltung von Trotteln zur Gewinnmaximierung? Ach wie menschlich... Warum so ein einfältiges Motto? Menschliches möglich machen. Wie menschlich ist es doch, letztlich Wehrlose auszunützen...?

Lebenshilfe-Mitarbeiterin


Ich bin betroffene Mutter eines behinderten Kindes, das in der Lebenshilfe untergebracht ist. Ich bin entsetzt darüber, was ich da alles im Forum, bzw. in den Beiträgen von Ihnen gelesen habe.
Mein Sohn sowie auch viele andere Klienten würden auch Ergotherapie und Logopädie benötigen. Leider wird in den Werkstätten nur Physiotherapie angeboten. Als Antwort bekam ich immer wieder: Es ist kein Budget vorhanden. Wenn man den Glaspalast der Lebenshilfe sieht, bzw. jetzt auch Ihre Berichte liest, ist mir klar, wo die Gelder hingehen.
Mein Sohn bekommt mtl. Euro 12,-- Taschengeld. Er geht jeden Tag mit viele Eifer und Freude zur Lebenshilfe.
Wenn die Klienten einen Kaffee oder Limo trinken möchten, dann müssen sie dafür Euro 0,50 pro Getränk bezahlen.
Auch den Eintritt ins Schwimmbad (einmal monatlich) müssen sich die Klienten, bzw. die Eltern selber bezahlen und natürlich auch die Jause.
Bei der Weihnachtsfeier werden die Klienten geehrt - z.Bsp. für 30 Jahre Lebenshilfe bekommen sie lediglich eine selbst gemachte Urkunde mit Foto (traurig)!!! ein paar Weihnachtskekse und eine Tasse Tee oder Kaffee...
Dafür sitzen die „Oberbosse“ der Lebenshilfe für ca. 1 Stunde bei der Weihnachtsfeier scheinheilig zwischen den Klienten und den Eltern und setzen ihr schönstes Lächeln auf.
Die Lebenshilfe als Einrichtung kommt mir so vor, daß man als Elternteil sein Kind halt unterbringen kann - sie sind dann 8 Stunden untergebracht - das ist schon alles.
Es erfolgt keinerlei Förderung, bzw. Motivation für irgendwas. Es ist eh verständlich, weil in den Werkstätten ja überall viel zu wenig Mitarbeiter sind.
Die Mitarbeiter in den Werkstätten leisten sicherlich gute Arbeit - die können ja alles nichts dafür, was in der Chefetage passiert ist!!!
Es ist wirklich traurig, ich bin entsetzt und ich hoffe und bete dafür, daß es für diese Gauner die gerechte Strafe gibt!!!!!!
Ich hoffe auch, daß endlich mal jemand von der Regierung in dieser Sache was Ernstes unternimmt.
Es kann doch wirklich nicht sein, daß sich diese Gauner zu Lasten der behinderten Menschen bereichern!

Mutter eines behinderten Sohnes


Haus- und WerkstättenleiterInnen, die den Regionalleitern nicht zu Gesicht standen (sprich kritisch, fordernd, frech, die es wagten zu denken und eine eigene Meinung zu haben - sie wollten bessere Bedingungen für die Menschen mit Behinderung und für die MitarbeiterInnen) wurden systematisch hinaus gemobbt.
Wertschätzung für die MitarbeiterInnen an der Basis, die gute, engagierte und zum Teil psychisch und physisch sehr belastende Arbeit, für wenig Gehalt, leisten, drückt sich durch folgendes Zitat eines Regionalleiters aus: „Lasst sie nur gehen, es kommen billigere und bessere nach.“ Andeutungen man würde mit bestimmten Missständen an die Öffentlichkeit gehen wurden so beantwortet (Zobl): „Wir werden euch wegen Verleumdung klagen.“
Wie soll nun dieser, für unsere behinderten Mitmenschen, die kaum für sich selbst sprechen können, so wichtiger Betrieb (die Lebenshilfe ist ihr Wohn- und Arbeitsumfeld) saniert werden?

Lebenshilfe-Mitarbeiter


hab ihre recherchierten artikel mit ungehaltenem zorn gelesen: schreib ihnen anonym, da ich angst habe, dass mein bruder es sonst zu spüren bekommt. so wird im oberhaus geld verprasst und den klienten wurstbrot und apfelsaft als mittagsessen serviert. nachdem eltern von klienten zurecht eine „warme mahlzeit“ für ihre „kinder“ eingefordert hatten, wurde der apfelsaft gewärmt!!!
für kaffee wurde klienten auch in der einrichtung geld ihreres lächerlichen „lohnes“ abgezogen.

Angehöriger


da ich viele jahre im wohnbereich der lebenshilfe gearbeitet habe, kann ich ihnen schon einige dinge erzählen, die bei und an der basis passierten.
alle wohnhäuser und wohnbereiche gehen irgendwie „den bach“ hinunter!! das liegt natürlich am absoluten personalmangel und an den „projekten“, die immer wieder gestartet werden! eine „geschützte werkstätte“ in innsbruck startete ein projekt „die welt sauber halten“, da durften unsere menschen mit behinderung sich handschuhe anziehen, bekamen einen „stecken" in die hand und durften den mist, den menschen OHNE behinderung machten, wegräumen! ich persönlich fand das eine frechheit, so ersparte sich die stadt oder wer auch immer geld für einen angestellten! auch die öko-boxen werden von einem betreuer und einigen menschen mit behinderung eingesammelt, das immer wieder von den betreuern stark in frage gesetzt wird, was das für eine betreuung sein sollte!?
man kann den menschen mit behinderung in keinster weise ein wenig Normalität bieten unter den umständen, in der sich die lebenshilfe derzeit befindet!! wir, die an der basis arbeiten, haben jedes jahr bei firmen gebettelt für ein paar kleinigkeiten, um das wohnhaus der jahreszeit zu schmücken, oder haben es eben selbst bezahlt!

Lebenshilfe-Mitarbeiterin


Bin Mutter einer schwer behinderten 41jährigen Tochter, die Pflegestufe 7 erhält. Meine Anklage an die Lebenshilfe richtet sich nicht gegen die Betreuer meiner Tochter. Trotz einer monatlichen Zahlung von 3.500 Euro des Landes Tirol an die Lebenshilfe mangelt es in der Werkstätte ganz gewaltig an Personal. Die Betreuerin meiner Tochter hat sich zusätzlich noch um vier bis fünf behinderte Menschen in der Gruppe zu kümmern, was diese nie schaffen kann! Da ich aus eigener Erfahrung weiß, wieviel Zeit und Geduld meine Tochter einfordert, ist es für mich nur zu verständlich, dass ihr dies nicht gelingen kann. So holt sich meine Tochter mit Schrei- und Brüllattacken die Aufmerksamkeit, die sie braucht. Die „Lösung“ für die Betreuerin ist, daß sie meine Tochter aufs Klo bringt und dort sitzen lässt, bis sie sich wieder beruhigt hat. Weiters möchte ich anmerken, dass trotz hoher monatlicher Zahlung (3.500 Euro) von der Zahnpasta bis zu den Windeln alles selbst zu begleichen ist.
Heute weiß ich ja, warum Personalmangel herrscht. Da die „Oberen“ ihren Hals nicht voll mit Geld bekommen konnten, bleibt ja für die „schwachen“ Behinderten kein Geld mehr übrig für mehr Betreuung. Traurig, aber ganz wahr.

Mutter einer Behinderten



Es fehlt das Personal. Unten! Nicht oben.
Es fehlt das Geld. Nicht oben. Unten!

Können die Vorstandsleute Murauer und Co., die allesamt ihre Aufsichtspflichten gröblichst missachtet haben, nach all dem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern noch in die Augen sehen, oder brauchen sie das nicht, weil sie eh nie an der Basis sind?

* * *

Die Lebenshilfe braucht dringend eine Ombudsstelle für die Anliegen der MitarbeiterInnen und der Eltern, als unabhängige Vertretung gegenüber der Führung und der Politik.

Bis dahin soll weiter unser Briefkasten als Beschwerdestelle für Betroffene dienen.

Falls Sie uns also eine Nachricht übermitteln wollen, können Sie das hier anonym tun:


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Wenn Sie eine Antwort auf Ihre Zuschrift erhalten möchten, vergessen Sie bitte nicht,
auch Ihre E-Mail-Adresse anzuführen. Danke.


27.1.2011


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