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Ein Kampf-Poster in Diensten der ÖVP Tirol

Der „Lügner Wilhelm“, „der mutmaßliche Verleumder Wilhelm“, dieser „Herr Baron von Münchhausen“, „lügt wieder einmal, dass sich die Balken biegen“: So und so ähnlich hatzt seit längerem ein bisher anonymer Scharfmacher im Internetforum des ORF Tirol. Sein Pseudonym: qed (Abkürzung von quod erat demonstrandum). Jetzt konnte der Rabauke entlarvt werden. Die Spuren führen zur ÖVP Tirol. Quod erat demonstrandum. Was zu beweisen war.

Erstmals auffällig geworden ist qed, mit vollem nom de guerre qed27, 27 steht für sein Einstiegsalter ins Kampfposten auf tirol.ORF.at, mit giftigen Kommentaren zu den von der TIWAG und von van Staa gegen mich angestrengten Gerichtsverfahren:



Posting zum Cross-Border-Prozess (19.10.2007)





qed-Postings zum „Schwein-Sager“-Prozess (18.9.2007)

Warum haut sich qed27 so für van Staa ins Zeug? Weil er 2008 zum Personenkomitee für dessen Wiederwahl gehört (hat). Der Deckname qed27 des ÖVP-Kampfposters deckt nämlich einen gewissen Clemens Brandl.




Und da muss er natürlich alle Kritiker van Staas niedermetzeln. Feige verschanzt hinter seinem Pseudonym ballert er auf alles, was sich regt an Widerstand. Mir unterstellt er - ganz in der Diktion des ÖVP-Geschäftsführers Rauch – „Manipulation“ bzw. ein „Tonband, von wem auch immer, manipuliert“ (4.10.2007), vorgelegt zu haben: „Eben deshalb ermittelt der Staatsanwalt“. „Jetzt wird die Sache schwieriger für den guten Wilhelm“, schreibt qed und hofft, dass der „langsam doch das Muffensaußen“ (19.10.2007) bekommen möge. Usw.

Heckenschütze Clemens Brandl ist zwar wie sein Feldwebel Hannes Rauch ein fanatischer Cartellbruder („Spike“ bzw. „Sumpf“), sonst aber nach außen hin völlig unauffällig. Wie es sich eben für einen von der Partei gesteuerten Agenten gehört. Dabei ist qed in seiner bürgerlichen Existenz bestens verankert im schwarzen Netzwerk:




Unter Brandls derzeit 591 Facebook-Freunden finden sich praktisch alle Mitarbeiter in der ÖVP-Zentrale (Gottein, Kampfl, Karner, Pfluger, Tursky …). Als seine absoluten Lieblingsseiten bewirbt er auf Facebook unter anderen die der ÖVP, die der JVP-Agentur Sturmfrei und die der Studentenverbindung Austria. Auch jene des Jungen AAB-Tirol. Dort ist er auch Mitglied der Community:




Junge Arbeitnehmer Tirol: Clemens „Spike“ Brandl gehört auf der Profilseite der ÖAAB-Geschäftsführerin zu „Astrid’s Verbindungen“. Ebenso seine Lebensgefährtin Bipsi (unten).
Ganz im Sinne seines Chefs Hannes Rauch fährt qed27 im ORF-Forum eine brutale Linie in Sachen „Asylschwindler und Kriminelle“: „Wer betreut die Verbrecher? Die Caritas?“ Wie seine Visitenkarte beim ORF verrät, ist er auch ein Fan der Hass-Seite „Islam-Watch“. Parteipolitisch wird die ÖVP-Waffe qed27 vor allem gegen Bürgerforum und Grüne („die Grünen lügen sowieso sobald sie den Mund aufmachen“, „ich krieg einen Hautausschlag, wenn sich die mir auf 50 m nähern!“) eingesetzt.



Posting vom 3.12.2009


„Möglichkeit, sachlich unqualifizierte, aber für die Stimmung wichtige Einträge zu veröffentlichen“

Man kennt das bereits von der ÖVP. Vor der letzten Landtagswahl in der Steiermark hat der dortige Rauch eine Anleitung fürs Kampfposten erstellt. Diese ist dummerweise an die Öffentlichkeit gelangt.















Siehe ÖVP-Kampfposter-Anleitung (PDF)

Auch qed27 hat die Aufgabe, von echten Themen abzulenken und Vorschläge anderer ins Lächerliche zu ziehen. Beispiel: Wenn der Landesumweltanwalt für sich die „Weisungsfreiheit und ein Beschwerderecht beim Verwaltungsgerichtshof“ fordert (9.10.2009), schießt ihn Hannes Rauch mit einer ÖVP-Pressemeldung ab und lässt qed nachdoppeln:



Artikel auf tirol.ORF.at



Postings dazu ebendort


Auch als Rauch selbst im Zusammenhang mit seiner früheren Tätigkeit im Innenministerium von der Opposition des „Machtmissbrauchs“ verdächtigt wird, muss sich qed vor ihn stellen: „Was hat ein Pressesprecher bitte mit dem Büro für Interne Angelegenheiten zu tun? Oder wird seitens der Linken wieder einmal gelogen und vorverdächtigt, dass sich die Balken biegen?“ (14.2.2008). Da kann Rauch sich auf seinen Informellen Mitarbeiter (IM) stets verlassen. Mehr noch: Seine gesamte Internetbrigade feuert aus allen Rohren (ORF-Nicks: landhausfluesterer, verita, mittelerde, kufsteininger …), wenn van Staa oder die Partei in Bedrängnis sind: „Van Staa ist ein guter Landeshauptmann und hat es nicht verdient, von einem abgezwickten Hinterötztaler madig gemacht zu werden.“ (mittelerde, 19.10.2007).

Ein bisschen zu weit aus dem Hinterhalt herausgewagt hat sich dabei vielleicht der ÖVP-Kampfschreiber „kufsteininger“ (im Zusammenhang mit der „Schwein-Sager“-Berichterstattung des ORF): „Offensichtlich ist es wieder Mode, … vielleicht sogar Befehle aus Löwelstraße und anderen Parteizentralen willig entgegenzunehmen.“ (19.10.2007) Ja, offensichtlich.


Winkelschreiber

Es geht um die Lufthoheit über den virtuellen Stammtischen, den Internetforen. Dafür braucht man diese Fußtruppen bzw. „Bei Fuß!“-Truppen, die schnell einsatzbereit sind. Qed27 ist dabei, wie gesagt, nur einer von Rauchs abgerichteten Kampfterriern.
Das ganze geht so lange gut wie sie unerkannt zuschnappen können. Eine Hundemarke mit echtem Namen macht sich da ganz schlecht.
Qed ist von mir mehrfach aufgefordert worden, beim Verleumden mir in die Augen zu schauen.



Posting von mir zu dem auf dietiwag.org aufgedeckten „Fall Streiter“ (tirol.ORF.at, 7.5.2008)

Vergeblich. Die dominierende Eigenschaft dieser Hetzer ist nämlich die Feigheit. Mutig sind sie nur aus dem Hinterhalt. Dort fühlen sich diese Internet-Rambos stark.

Zu dumm nur, dass mir der maskierte Schreibtischtäter qed27 jetzt in eine Falle getappt ist und sich als ganz und gar erbärmlicher Clemens Brandl entlarvt hat. Mit eingezogener Rute ist der Kläffer von ehedem angekrochen gekommen und hat um Vergebung gewinselt:





Die ÖVP Tirol traut sich auf ihrer Webseite selbst kein Forum aufzumachen, weil sie zu Recht Angst davor hat, dort in Grund und Boden kritisiert zu werden. Dafür machen ihre outgesourcten Mitarbeiter von der Sorte qed in Diskussionsforen von ORF und TT Jagd auf alle, deren Meinung von der der ÖVP abweicht: „Postings können auch unsachlich und untergriffig sein.“ (VP-Anleitung) Aber: „Parteiwording ist natürlich weitgehend zu vermeiden.“

Da trifft es sich gut, dass Clemens Brandls Lebensgefährtin Birgit Winkel ist, deren Spezialgebiet schon an der Uni „Internet und politische Kommunikation“ war.
Frau Winkel ist, und damit schließt sich der Kreis, heute Stadtparteigeschäftsführerin der ÖVP Innsbruck.
Sie ist die engste Mitarbeiterin des ÖVP-Stadtparteiobmanns Franz X. Gruber, seinerseits beschäftigt bei Hofherr Communikation, der PR-Agentur der TIWAG.
Noch Fragen?




Homepage der ÖVP Tirol

So ist das bei uns und anderswo.

Quod erat demonstrandum.

22.3.2010


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