spacer
home


die andere seite der   home

akut | tagebuch | forum | archiv | kontakt
 


RSS Feed | auf facebook abonnieren news auf facebook folgen
 
 

Bruno-Vergiftung in der TIWAG

Tirol hat einen falschen Landeshauptmann: Er erzählt im Lokalfernsehen, die Internetseite dietiwag.at, die den Sauhaufen in der TIWAG aufdeckt, sei Schuld am Sauhaufen in der TIWAG: "Wenn man diese Gehässigkeiten liest, die da drinnen stehen, dann muß ich also wirklich sagen, hier wird Brunnenvergiftung betrieben." (Tirol heute, 28.9.04)
Diese Methode wenden die Brandstifter meistens an. Sie geben sich als Biedermänner aus und sind dann als erste beim Löschen. Er selbst hat diesen Molotow Bruno Wallnöfer in die TIWAG geschmissen. Es gibt eine Reihe von Zeugen.

Es ist meist sehr billig, den Überbringer der schlechten Nachrichten für die berichteten Fakten verantwortlich zu machen, hier ist es sogar umsonst. Es kann nämlich bewiesen werden, daß nicht wir Brunnenvergiftung in der TIWAG betreiben, sondern daß es er selber ist, der derzeitige Landeshauptmanndarsteller, der dort Bruno-Vergiftung betreibt!
Ein internes "Top-Info" der TIWAG-Führungsspitze läßt keinen Zweifel daran, daß die ganze Scheiße mit dem Vorstandswechsel begonnen hat.
Bruno Wallnöfer hat nicht nur seinen (besonders für uns Stromtarifzahler) teuren Freund Bernhard Platzer als persönlichen Consulter mit ins Haus gebracht, der jede Zeile Wallnöfers, bevor sie das Haus verläßt, ins Deutsche zu übersetzen hat, sondern auch noch zwei kostspielige Beraterfirmen für den Vorstand. Es sind dies die Delta Consulting aus Linz und die Sistema Consulting aus Nordrhein-Westfalen, die Wallnöfer zu seiner höheren Ehre bereits in der IKB jahrelang fürstlich bezahlt hat mit Geld, das die IKB nie gehabt hat.
Diese beiden Firmen haben im Sommer dieses Jahres nach bereits erfolgter Bruno-Vergiftung die Stimmung unter der TIWAG-Belegschaft analysiert und folgendes befunden:
"Die Reaktionen auf den Vorstandswechsel zeigen Symptome einer Traumatisierung."
Traumatisierung, bitte, ist die Folge eines Traumas. Und ein Trauma, bitte, ist eine seelische oder körperliche Verletzung, die durch äußere Gewalteinwirkung herbeigeführt worden ist. Wenn schon eine oberflächliche Bestandsaufnahme der vorstandsfreundlichen Consulter "traumatypische" Erscheinungen feststellt (Seite 8) und die Stimmung im Haus "von traumatischen Mustern bestimmt" sieht (Seite 17), wie muß es dann erst in der Wirklichkeit ausschauen? Wenn die Wallnöfer-Berater zur Beschreibung der Veränderung des Betriebsklimas seit seinem Amtseintritt zu Begriffen aus der Psychopathologie greifen müssen, ist nicht nur Feuer am Dach, sondern es hat bereits die obere Etage erfaßt. Möglicherweise kann ein Übergreifen auf das danebenliegende Regierungsgebäude noch verhindert werden.



Da jagt man zuerst jahrelang die Personalentlassungsfirmen Stockwerk für Stockwerk gangauf und gangab, schmeißt mit Arthur D. Little dreihundert Leute aus der Firma und geht jetzt daran, ihnen mit A.T. Kearney nocheinmal dreihundert hintennach zu schmeißen. Auch um letzteres in die Untat umzusetzen, mußte dieser Wallnöfer mit seiner wahrscheinlich nur als sadistisch zu bezeichnenden Veranlagung her. Einer, der Genuß daraus zu ziehen scheint, seine Mitarbeiter leiden zu sehen, der offenbar genötigt ist, seine Selbstwertgefühle aus der Peinigung seiner Untergebenen, soll heißen: seiner Unterworfenen, zu schöpfen, dürfte die Idealbesetzung sein, wenn es darum geht, durch die Vernichtung eines Fünftels der Arbeitsplätze "mehr innere Ertragskraft" (Wallnöfer in der TT vom 18.9.04) zu schaffen. Und das, obwohl es der TIWAG lt. Vorgänger Hönlinger "cashmäßig blendend geht". 300 Angestellte, das sind etwa 300 Familien und damit etwa eintausend Menschen, die mit ihrem Leid seine Lust zu befriedigen haben. Ein Nazi hat einmal gesagt: "Freiheit ist vollendete Ordnung"? Falsch! Bruno Wallnöfer! (Radio Tirol, 12.9.04) (siehe auch "Wie Wallnöfer bestellt wurde")

Jetzt gehen also die Berater ans Werk, zu Tageskosten von jenseits der 2.000 Euro pro Mann und Tag. Lt. Aufstellung sind allein für 2004 Ausgaben der TIWAG in der Höhe von ca. 200.000 Euro an die beiden Consultingfirmen Wallnöfers vorgesehen, um das "Ziel: emotionale Verarbeitung Vorstandswechsel" zu erreichen. Ein sofortiger Vorstandswechsel, meine ich, käme wesentlich billiger und könnte wirklich, wie im Berater-Papier als Projektziel vorgesehen, sehr schnell "aktuelle Blockaden lösen".
(Siehe auch "Gespräch mit einem Ex-TIWAGler")

          DRUCKEN       WEITERSAGEN       KOMMENTIEREN
     

 

Alle Akut-Artikel

startseite | inhaltsverzeichnis | impressum