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Schweizer Moränen-Gutachten blamiert van Staa

Van Staas Einflüsterer in der Moränen-Frage

Nach außen gibt sich der Österreichische Alpenverein als Naturschutzorganisation. In der Wirklichkeit aber hat er die Aufgabe, Proteste abzufangen und durch die Aufführung von üppigen Eiertänzen die angestrebten Projekte zu ermöglichen. Der Dancingstar schlechthin beim ÖAV ist ein gewisser Peter Haßlacher, der sich auf dieser Seite ja schon einmal nachhaltig entblöden durfte.

Mag Peter Haßlacher sich seinen akademischen Titel auch nur angemaßt haben, van Staa mag Peter Haßlacher trotzdem sehr gern. Und auch die TIWAG hat sofort, als sich der erste Widerstand im Lande gegen ihre Kraftwerksoffensive geregt hat, den Alpenverein zu Hilfe gerufen. Inzwischen hat man sich in unzähligen Treffen hinter verschlossenen Türen, meist jenen des Besprechungszimmers im TIWAG-Hauptgebäude, mit ihm regelrecht verbrüdert. Ein bisschen gar zu deutlich geworden ist das vielleicht, als Bruno Wallnöfer in einer Radio-Tirol-Diskussionssendung den als Kritiker anrufenden Peter Haßlacher versehentlich öffentlich geduzt hat.
Inzwischen ist es ganz klar, dass der Österreichische Alpenverein im Kampf der betroffenen Bevölkerung gegen neue Megakraftwerke in Tirol eine schmutzige Rolle spielt. Bei zumindest drei von vier Pumpspeicher- Vorhaben der TIWAG hat er sich als Helfershelfer der Kraftwerksbauer entlarvt.

Projekt Sellrain-Silz: Während der Hauptausschuss zum Schein einen Beschluss gefasst hat, keine Kraftwerksanlagen in Schutzgebieten zu akzeptieren (Haßlacher: „Schutzgebiete sind Tabuflächen“ – TT, 2.3.2006) hat man dem Ausbau von Sellrain Silz mit fünf (!) Wasserfassungen in Ruhegebieten in Wahrheit glattweg zugestimmt. Van Staa hat sich in seiner berüchtigten Rede in Vent vor vermeintlich geschlossener Gesellschaft beim anwesenden Peter Haßlacher für die Zustimmung des Alpenvereins sehr bedankt. Und letzterer hat diesen Dank freudig entgegengenommen.

Projekt Malfon: Hier hat Peter Haßlacher dem breiten Widerstand im Paznaun und im Stanzertal gegen die Staudamm-Pläne über die Tiroler Tageszeitung ausrichten lassen, „dass wir dem Projekt Malfontal (Stanzertal) zustimmen können“ (TT, 2.3.2006).

Projekt Kaunertal: Diesem Vorhaben der TIWAG mit massiven Zerstörungen im Gurgler Tal, im Venter Tal, im Pitztal und im Kaunertal steht unter anderem eben das weitestgehend erhaltene, gesetzlich geschützte Moränenensemble im Taschach entgegen. Was tut Peter Haßlacher, um der TIWAG dieses „K.O.-Kriterium“ aus dem Weg zu räumen und keine Ablehnung des Projekts durch den Umweltsenat in Wien zu riskieren? Er schlägt aus eigenem Antrieb allen Ernstes seinem „lieben Herwig“ vor, „im eigenen Land das Naturschutzgesetz zu ändern“:



Van Staa hat daraufhin seinem Einflüsterer, dem „lieben Freund“ Haßlacher für diese „besonderen Bemühungen“ sehr gedankt (im Gegensatz zu Prof. Gernot Patzelt für dessen gutachterliche Stellungnahme!) und ihm versichert, „dass mir an einer guten Zusammenarbeit auch in Zukunft sehr gelegen ist“ (Antwortschreiben vom 8. August 2006).

Die vielen Menschen, die sich im Ötztal, im Pitztal und im Kaunertal gegen das irrwitzige Drei-Täler-Projekt wehren, haben also nicht nur ihre eigene Landesgesellschaft gegen sich und den von ihnen bezahlten Landtag, sondern auch noch deren Lakaien im Österreichischen Alpenverein.
Dieser grausigen Wahrheit ins Auge zu sehen, ist der notwendige erste Schritt, auch damit fertig zu werden und das Zustauen des Taschachtals trotz alledem zu verhindern.

11.1.2008


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