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TIWAG-Antwort-Kampagne: Wallnöfers "Argumentationsgerüst"

Die Geschichte über die Atomstromgaunereien der TIWAG hat viele Leserinnen und Leser empört und offenbar zu sehr, sehr vielen Anfragen bei Politikern und bei der TIWAG geführt. Und dort dann zur absoluten Krise.
PR-Agentur Platzermedia (lt. Eigenwerbung auf Krisen-PR spezialisiert) hin, PR-Agentur Hofherr Communikation (TIWAG-Auftrag 400.000 Euro pro Jahr) her, Wallnöfer und Co. kriegen keinen Fuß mehr auf den Boden. Wolfgang Mader, Chef der internen „Stabstelle Communication“ (CC) wirft sich daraufhin als menschliche Firewall in die Schlacht und versucht mit fast schon unverständlichem Gestammel, kritische Fragen zu blocken:


Sehr geehrter Herr Kremser!
Ich beziehe mich auf Ihr Mail vom 03. Jänner 2006, in dem sie uns um Stellungnahme zu div. Eintragungen in der Markus Wilhelm Homepage www.dietiwag.at bitten. Diesbezüglich bitte ich Sie darum uns mitzuteilen, welches rechtfertigendes Interesse Sie an der Beantwortung dieser Fragen bzw. an Stellungnahmen haben. Wir bitten Sie um Verständnis, dass weder Markus Wilhelm, noch die in und für diese Homepage agierenden Personen für uns akzeptable Gesprächspartner sind, weshalb wir auch auf die darin vorkommende Inhalte sicher nicht eingehen werden. Sollten Sie uns jedoch ein rechtfertigendes Interesse an der Beantwortung div. Fragen in diesem Zusammenhang haben, sind wir natürlich gerne bereit, auf diese zu antworten; wir werden uns jedoch NICHT über die Inhalte dieser Homepage äußern bzw. zu diesen Stellung nehmen.
Mit bestem Dank für Ihr Verständnis und
den besten Grüßen
Wolfgang Mader
----------------------------------------------
Dr. Wolfgang Mader
Leiter Marketing/Communication
TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG
Eduard-Wallnöfer-Platz 2
A-6020 Innsbruck
T +43 (0)50607 21108
F +43 (0)50607 21714
www.tiroler-wasserkraft.at


Spam-Mail aus der TIWAG (10. Jänner 2006)

Acht schwerwiegende Rechtschreibfehler in acht Zeilen legen die Frage nahe, ob Herr Mader seinen Doktortitel vielleicht bei einem Preisausschreiben gewonnen hat.
Bruno Wallnöfer brüstet sich in der „Neuen“ (15.1.2006) auch noch damit: „Das ist eine Routineantwort für solche Fälle, die ich festgelegt habe. Und ich halte diese Vorgangsweise für richtig.“
Wer von der TIWAG also eine Auskunft haben möchte, soll gefälligst sein Leumundszeugnis beilegen und einen DNA-Nachweis beibringen. So haben sich das die von uns königlich bezahlten Herren da oben gedacht! Das ist offenbar das, was sie, siehe unten, „im Interesse der Pflege eines geordneten Diskussionsklimas im Lande“ verstehen.
Dabei könnte die Sache so einfach sein: Man antwortet einfach auf die gestellten Fragen und widerlegt Punkt für Punkt auf dieser Seite aufgestellte Behauptungen wie:
  • daß Sellrain-Silz von den deutschen Energiekonzernen EON und EnBW in Eigenregie auf Biegen und Brechen gefahren wird
  • daß die TIWAG Sellrain-Silz selbst gar nicht in Betrieb setzen darf
  • daß EON und EnBW den Finstertal-Stausee achtmal im Jahr für sich füllen und abarbeiten
  • daß die TIWAG bei ihrem einzigen Pumpspeicherkraftwerk im Kühtai selber gar nicht pumpen darf
  • daß die TIWAG ganz konkret aus dem bayerischen Kernkraftwerkspark jahresdurchgängig eine Leistung von 120 MW bezieht
  • daß die TIWAG dafür Atomstromerzeugungskosten bei EON mitzutragen hat (Urankauf, Anreicherung, Wiederaufbereitung etc.)
  • daß die TIWAG für die Castor-Transporte und die Zwischenlagerung des entstandenen Atommülls mitbezahlen muß
  • daß sie bis zum jüngsten Tag für die Endlagerung des Atommülls anteilsmäßig Kosten zu übernehmen haben wird

Wie sollen wir denn das widerlegen, hat man sich jedoch in der TIWAG gedacht, wenn das nicht geht? Und zugeben? Niemals! Wir machen einen großen Bogen um alle Fragen, die die Leute im Zusammenhang mit den Atomstromgeschäften der TIWAG interessieren, und reden von etwas ganz anderem, und das Länge mal Breite. Ja, wir bauen ein richtig großes „Antwort- und Argumentationsgerüst“.

Seit Anfang des Monats steht das Gerüst und vermittelt vor allem den Eindruck, daß die TIWAG wirklich einsturzgefährdet ist. Schon aufgrund von ein paar harmlosen Fragen.
Immerhin können sich die völlig verschreckten Herren in Zukunft das Versenden ihrer „standardisierten“ Anfragen-Nichtbeantwortung sparen. Ab heute reicht ein Link auf diese Seite und die Leute können den vorbereiteten Schimmelbrief hier selber lesen oder als PDF herunterladen:

Wallnöfer-Erlass: „Antwort und Argumentationsgerüst“ (PDF, 6 Seiten , 28 MB)














Teil 6: Der ÖVP-Energiesprecher

16.2.2006


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